Wolfgang Gores, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Rathausfraktion begrüßt Pläne der für die Integration zuständigen Landesminister. Sie hatten angekündigt, die Sprachförderung für Zuwanderer verbessern zu wollen, um so deren Integration zu erleichtern. „Die Sprache ist das A und O, nur wer sie beherrscht, kommt tatsächlich in seiner neuen Heimat an und fühlt sich nicht mehr fremd und verloren“, erklärt Gores.
Er betont weiter, gleichzeitig fordern und fördern zu wollen. „Wir müssen alles Notwendige tun und die Voraussetzungen schaffen, damit Zuwanderer unsere Sprache erlernen können.“ Man müsse ihnen aber auch klar machen, dass es in ihrem Interesse liegt, sich in der neuen Heimat verständlich machen zu können. Denn wer die Sprache nicht richtig beherrscht, könne leicht missverstanden werden. „Dies kann dann wiederum beim Gegenüber zu Missverständnissen oder sogar zu Aggressionen führen. Das Beherrschen der deutschen Sprache ist somit auch eine Voraussetzung für ein friedliches Miteinander.“
Doch es sind nicht die Zuwanderer alleine, die von guten Deutschkenntnissen profitieren würden, argumentiert der CDU-Sozialpolitiker. Er verweist auf die vielen Unternehmen im Land, die händeringend und oft vergeblich nach Fachkräften suchen. „Häufig finden sie gute und zuverlässige Leute, die aber dann wegen schlechter Sprachkenntnisse durch die Prüfungen fallen.“ Nur mit guten Deutschkenntnissen, so Gores, könnten Zuwanderer im Kampf gegen den Fachkräftemangel helfen.
Schließlich spricht sich Gores ähnlich wie auch das NRW-Integrationsministerium dafür aus, dem Sprachproblem mit besonderen Anreizen Herr zu werden. Bislang müssen Zuwanderer acht Jahre mit einer Aufenthaltserlaubnis in Deutschland gelebt haben, um eingebürgert werden zu können. Zuwanderern, die besonders gute Integrationsleistungen wie das Beherrschen der deutschen Sprache vorweisen können, könnte als Anerkennung die Einbürgerung schon nach vier Jahren ermöglicht werden.

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