Die Wiesbadener CDU-Rathausfraktion hält das Vorhaben von Grünen, SPD, Linken und Volt, auf Hauptverkehrsstraßen wie dem Kaiser-Friedrich-Ring tagsüber Tempo 40 und nachts Tempo 30 einzuführen, für einen plumpen Versuch, den Autoverkehr weiter einseitig zu verdrängen und damit die heimische Wirtschaft zu schädigen. „Eine Reduzierung des Pkw-Verkehrs kann nur mit einer wesentlichen Verbesserung des ÖPNV-Angebots und attraktiven Maßnahmen für Berufspendler einhergehen“, so der CDU-Fachsprecher für Mobilität, Marc C. Dahlen.

Weder für das Unfallgeschehen noch für eine Verringerung der Lärm- und Schadstoffemissionen gibt es einen eindeutigen wissenschaftlichen Beleg. Vielmehr passieren die allermeisten Unfälle an Knotenpunkten, an denen ohnehin langsamer gefahren werde und nicht auf freier Strecke. Realistisch sei davon auszugehen, dass bei Tempo 30 oder 40 eher hochtourig im zweiten Gang gefahren wird und bei Tempo 50 in der Regel niedertourig im dritten Gang, was wesentlich geringere Emissionen zur Folge habe. Als negativen Nebeneffekt befürchtet die CDU eine Verlagerung des Verkehrs auf Nebenstraßen zu Lasten von reinen Wohngebieten. Dahlen weist darauf hin, dass der Frust bei den Autofahrern in Wiesbaden durch die chaotische grüne Verkehrspolitik schon groß genug sei. Man brauche daher sachlich fundierte Gesamtkonzepte und keinen ideologisch motivierten Aktivismus.

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Louise Lydia Wagenbach

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