„Diese Entwicklung hat uns völlig überrascht, wir sind entsetzt“, beschreibt Rainer Pfeifer, sportpolitischer Sprecher der CDU Rathausfraktion, die Reaktion auf die vom Oberbürgermeister angekündigte Kostensteigerung beim Bau des Sportparks Rheinhöhe. „Wir brauchen den Sportpark Rheinhöhe dringend als Ersatz für das abgängige Hallenbad an der Mainzer Straße und für die Henkell Kunsteisbahn. Dass es derart hohe Kostensteigerungen gibt, ist eine Hiobsbotschaft für Wiesbaden und für den Sport ganz besonders.“

Die CDU Rathausfraktion hatte sich immer für den Sportpark Rheinhöhe ausgesprochen. „Wir brauchen die Ersatzflächen, das ist allerdings kein Freifahrtschein für derart extreme Kostensteigerungen“, ergänzt der finanzpolitische Sprecher, Manuel Denzer, und erinnert an die 2017 veröffentlichte Machbarkeitsstudie der SEG, die den Standort am Konrad-Adenauer-Ring als den vielversprechendsten bewertet hatte. „Die Alternativen am Kleinfeldchen und am Kallebad wurden darin bewusst verworfen trotz ihrer positiven Bewertung was deren Erschließung und Wirtschaftlichkeit anbetrifft. Das rächt sich jetzt, zumal damals die Bodenproblematik am Standort Konrad-Adenauer-Ring bereits bekannt war. Drei Jahre später den belasteten Boden als Ursache für die Mehrkosten in einem Ausmaß von ca. 15 Mio. Euro anzuführen, führt das Ergebnis der Machbarkeitsstudie ad absurdum. “

Ursprünglich war der Baubeginn bereits für 2019 vorgesehen, aktuell wird laut dem beauftragten Planungsbüro 2023 anvisiert. Ein zentraler Grund für die Auswahl des Planungsbüros war die Zusage innerhalb des veranschlagten Kostenrahmens zu bleiben ohne dass dabei etwaige Baukostensteigerungen thematisiert wurden sind. „Nun stehen wir vor der Situation, dass weder der zeitliche noch der preisliche Rahmen ansatzweise eingehalten werden. Das ist aus Sicht der CDU Rathausfraktion nicht hinnehmbar und es stellt sich im erheblichen Maße die Frage nach der Seriosität der Planungen und der dafür Verantwortlichen“, so Denzer weiter.

„Der Stadtverordnetenversammlung bzw. den zuständigen Fachausschüssen müssen nun alle Unterlagen vorgelegt werden“, fordert Rainer Pfeifer. „Wir sind auch weiterhin der Ansicht, dass das Projekt Sportpark Rheinhöhe umgesetzt werden soll, denn eine Alternative ist nicht in Sicht.“ Ein Freibrief ist dies indes nicht. Denn für die Stadt Wiesbaden und insbesondere mattiaqua stellen die neuen Erkenntnisse um die Kostenentwicklung eine finanzielle Herausforderung dar. „Insbesondere in Coronazeiten ist eine derartige Kostensteigerung für die Stadt kaum zu stemmen auch wenn die Kosten nicht unmittelbar anfallen würden“, so Manuel Denzer abschließend.

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