Wochenlang hat der geplante Radwegneubau an der Sonnenberger Straße die städtischen Gremien beschäftigt. Nach der eigens anberaumten Sondersitzung des Ausschusses für Planung, Bau und Verkehr und der anschließenden Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag ist der langwierige Diskussions- und Entscheidungsprozess abgeschlossen. „Es gibt grünes Licht für den Radweg an der Sonnenberger Straße“, berichtet Hans-Joachim Hasemann-Trutzel, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Rathausfraktion. „Wir waren nie gegen einen Radweg, aber wir wollten verhindern, dass die Parkflächen ersatzlos wegfallen. Anwohner und Besucher der ansässigen Geschäfte und Restaurants sollen weiterhin die Möglichkeit haben, in direkter Nähe zu parken. Wir sind daher froh, eine Lösung gefunden zu haben.“

Die Parkplätze entlang der Sonnenberger Straße müssen nach wie vor weichen, um Platz für den Radverkehr zu schaffen. Allerdings werden nun Ersatzflächen geschaffen. Der bereits bis vor der Bebauung des Kurecks nutzbare Parkplatz am Paulinenhang wird wiederhergestellt und kann für öffentliches Parken genutzt werden. Weil dort aktuell noch gebaut wird, kann vorerst nur ein Teil der Fläche genutzt werden. Deshalb soll die Anzahl der Dauerparkkontingente, zum Beispiel durch die Ministerien des Landes, verringert werden. „Wichtig dabei ist, dass erst die Ersatzparkflächen geschaffen werden und dann die Baumaßnahmen beginnen“, fügt der Fraktionsvorsitzende Dr. Bernd Wittkowski an. „Dafür ist nun der Weg frei gemacht.“ Diese Lösung wurde durch die CDU-Rathausfraktion initiiert, die einen Änderungsantrag eingebracht hatte, um den ersatzlosen Wegfall der Parkplätze zu verhindern. „Damit haben wir auch den Bedenken des Ortsbeirates Rechnung getragen“, sagt Dr. Wittkowski. Der Ortsbeirat Nordost hatte sich Ende Januar gegen den Radweg ausgesprochen und dabei vor allem auf die wegfallenden Parkplätze verwiesen. Und noch ein weiteres potenzielles Problem wurde gelöst: „Ursprünglich war vorgesehen, dass die Bushaltestellen in die Fahrspuren des Radwegs, der als ‚Protected Bike Lane‘ geplant ist, hineinragen. Das hätte gefährlich werden können, wenn aussteigende Fahrgäste und heraneilende Radfahrer aufeinandertreffen. Wir sind froh, dass es nun eine Trennung geben wird“, so Hasemann-Trutzel abschließend.

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