Die Renovierung des schwimmenden Bootshauses im Schiersteiner Hafen ist seit 2017 Gegenstand verschiedener Diskussionen. Es wird von drei Schulen und der Rudergesellschaft Wiesbaden Biebrich genutzt und befindet sich seit langer Zeit in einem maroden, renovierungsbedürftigen Zustand. Dazu Rainer Pfeifer, der sportpolitische Sprecher der CDU-Rathausfraktion: „Bereits mit dem Haushalt 2020/2021 wurden Planungsmittel bereitgestellt, um endlich einen Fortgang zu erzielen. Auch liegen der Verwaltung zwischenzeitlich umsetzbare Pläne eines Bootsbauers aus Holland vor“.

In der letzten Sitzung des Ausschuss Ehrenamt, Bürgerbeteiligung und Sport, am 02.12.2021, wurde durch den stellvertretenden Leiter des Hochbauamtes noch berichtet, dass das Amt auf Grund langanhaltender personeller Engpässe nicht in der Lage wäre den Sachverhalt zu bearbeiten. „Jetzt mag man einen kurzfristigen Engpass noch erklären können. Mir fehlt aber jedes Verständnis, das trotz eines fertigen Konzepts aus dem Jahr 2017 bis heute kein Neubau in die Wege geleitet werden konnte“, so Pfeifer.
Auf Nachfragen im Ausschuss, ob die Gefahr besteht, dass es zu einer Schließung des Bootshauses kommen könnte, war die Verwaltung nicht in der Lage, zu antworten. „Dass nun am 9. Dezember, wenige Tage nach der Ausschusssitzung, berichtet wird, dass das Bootshaus aktuell wegen „Sicherheitsüberprüfung“ gesperrt worden sei, schlägt dem Fass den Boden heraus. Ist die Verwaltung tatsächlich so unwissend, wie sie sich präsentiert? Warum hat sie den Ausschuss nicht über diese sogenannte "Sicherheitsüberprüfung" in Kenntnis gesetzt? Oder beabsichtigt man sogar, diese so wichtige Einrichtung im Schiersteiner Hafen „absaufen“ zu lassen? Wenn die städtische Verwaltung nicht in der Lage ist, den seit vielen Jahren geforderten Neubau umzusetzen, ist der Magistrat gefordert, die Umsetzung des Beschlusses zum Neubau in andere Hände zu geben. Es kann nicht sein, dass am Ende Schulen und Sportvereine die Untätigkeit der Verwaltung ausbaden und ihre wichtige Arbeit einstellen müssen“, so Pfeifer abschließend.

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Louise Lydia Wagenbach

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