Aufgabe der Verkehrspolitik ist es, Herausforderungen zu bewältigen. Eine davon sind die in Wiesbaden teilweise extremen Parksuchverkehre: Das Ziel ist quasi erreicht, doch freier Parkplatz ist nicht in Sicht. Die Folge davon: Autos kurven auf der Suche nach Stellflächen durch die Straßen, Stau und Verkehrsbehinderungen sind vorprogrammiert. „Jenseits der verlorenen Zeit und der enormen hierdurch verursachten Schadstoffbelastung beeinträchtigen im öffentlichen Verkehrsraum stehende Fahrzeuge nicht nur das Stadtbild, sondern erschweren nachhaltig den fließenden Verkehr“, so Hans-Joachim Hasemann-Trutzel, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Rathausfraktion. Eine kurzfristige Lösung des Problems ist indes nicht zu erwarten: Alle bisherigen Erkenntnisse kommen zu dem Ergebnis, dass trotz einer sehr deutlichen Steigerung des ÖPNV, des Rad- und des fußläufigen Verkehrs die Zahl der Individualfahrzeuge eher zu- als abnehmen wird. „Die bestehenden und zu erwartenden Probleme müssen angepackt und gelöst werden. Dabei gilt es Lösungen so auszurichten, dass sie den Verkehr zum Fließen bringen, die Luftqualität und das Stadtbild verbessern. Zugleich sollen sie die heimische Wirtschaft fördern sowie die Innenstadt wieder lebenswert werden lassen. Den Verkehrsraum aufzuräumen ist eine Aufgabe der Daseinsvorsorge, die auch ausreichend Parkraum schaffen muss“, sagt Hasemann-Trutzel weiter.

Die CDU-Rathausfraktion will daher an signifikanten Punkten neue, kommunal betriebene Parkhäuser errichten die z.B. durch eng getakteten ÖPNV und Shuttle on Demand-Service dem Parkenden eine einfache Erreichbarkeit seines Ziels ermöglichen würden. „Als Aufgabe der Daseinsvorsorge könnte man im Parkticket die Nutzung des ÖPNV und Shuttleservice einschließen. Es gilt die Vorteile der Systeme zu verbinden“, fasst Hasemann-Trutzel die Situation zusammen. In der kommenden Sitzung des Ausschusses für Planung, Bau und Verkehr am 04. Februar stehen daher zwei Anträge der CDU auf der Tagesordnung, die auf das Thema Parken und Verkehr fokussieren. Neben dem Ausbau städtischer Parkflächen geht es dabei auch um sensorgestützte Technik und Anzeige via App von freien Parkplätzen.

Antrag PBV: Entwicklung Parkraum in Wiesbaden
Antrag PBV: Parksuchverkehr verringern

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Ansprechpartnerin

Dr. Karina Strübbe

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