„Oberbürgermeister Mende bedauert angeblich den Beschluss seiner eigenen Fraktion, den Ball des Sports zu streichen – entweder eine Farce, oder ein schlichtes Kommunikationsversagen der SPD, die ihren eigenen Oberbürgermeister offensichtlich entweder gar nicht erst anhört oder der seine Meinung schlichtweg egal ist. So oder so steht das Ergebnis für alles andere als die Qualität der Verhandlungen – von ihrem Ausgang mal ganz abgesehen! Wer kommt schon auf die Idee, eine Veranstaltung zu streichen, die nicht nur dem Sozialwerk des deutschen Sports, sondern auch Wiesbaden selbst, unserer Touristik, Hotellerie, Gastronomie und unserem Einzelhandel über viele Jahre hinweg so viel Unterstützung hat zukommen lassen und eine Strahlkraft weit über die Grenzen Wiesbaden hinaus entwickelt hat?“, fragt Daniela Georgi, die Faktionsvorsitzende der CDU-Rathausfraktion. Ärgernis des Tages war gestern für viele Wiesbadener die Nachricht, dass die beliebte und bekannte Traditionsveranstaltung „Ball des Sports“ von dem linken Bündnis der Fraktionen SPD, Grüne, Linke und VOLT gestrichen werden soll. Dies gaben die Faktionen im Rahmen ihrer Haushaltspräsentation bekannt.

„Es ist schon interessant, dass die SPD solche Fragen mit Ingo von Seemen, dem Fraktionsvorsitzenden der LINKEN, bespricht und entscheidet, aber nicht mit ihrem eigenen Oberbürgermeister rückkoppelt. Wenn das die neue progressive Verlässlichkeit in der Stadtpolitik sein soll, dann Gute Nacht´“, so Ingmar Jung, der Kreisvorsitzende der CDU Wiesbaden.

„Es ist mal wieder alles etwas merkwürdig gelaufen. Da ist ein Oberbürgermeister, der noch vor zwei Jahren beteuert hat, dass er die Wichtigkeit dieser Traditionsveranstaltung anerkennt, und sie nun ersatz- und kommentarlos streicht. Dazu kommt, dass die Sporthilfe von diesem Entschluss sogar erst aus der Presse erfahren hat. Gute und faire Umgangsformen sind wirklich etwas anderes“, so Georgi abschließend.

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Louise Lydia Wagenbach

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