Kessler: Großraumbusse schnellstmöglich einsetzen!

„Nach dem für die nächsten Jahre gescheiterten Stadtbahnprojekt werden in Wiesbaden sehr große Anstrengungen für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) notwendig, um den extrem wachsenden Mobilitätsbedürfnissen von heute und vor allem von morgen gerecht zu werden. Hier hat Wiesbaden mit Blick auf die Zukunft Nachholbedarf“. Mit diesem Ausblick leitetet Hans-Martin Kessler, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Rathausfraktion und Vorsitzender des Ausschusses für Planung, Bau und Verkehr den von ihm einberufenen Ausschuss-Workshop zum Thema „ÖPNV in Wiesbaden“ ein. Die Stadtverordneten tagten losgelöst von dem üblichen Tagesgeschäft den gesamten letzten Freitagnachmittag in der Fasanerie, um gemeinsam mit Fachverwaltung und ESWE Verkehr Lösungsmöglichkeiten zu erörtern.

 

Kessler sprach von einer Reihe konstruktiver Ergebnisse. Dazu zählten vor allem Maßnahmen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit der Wiesbadener Busverkehre.

 

„Der Workshop brachte insgesamt eine Vielzahl aufeinander abzustimmender Vorschläge für eine stärkere Leistungsfähigkeit im Busverkehr. Hier wurde insbesondere über neue Busstypen mit höheren Fahrgastkapazitäten als die derzeitigen Fahrzeuge (z.B. Doppelgelenkbusse, Grußraumbusse mit bis zu 200 Fahrgästen) oder elektrifizierte "zero emission"- Großfahrzeuge diskutiert. Deren Einsatz in Wiesbaden gilt es nun schnellstmöglich voranzutreiben,“ sagte der CDU-Verkehrsexperte Kessler.

 

Dazu gehörten aber auch Verstärkerfahrzeuge im heutigen Liniennetz, ein Ausbau der vorhandenen Bushaltestellen zur Abwicklung von mehr Fahrgästen sowie höhere Kapazitäten des ÖPNVs an den kritischen innerstädtischen Knotenpunkten. Weitere Mobilitätsangebote durch attraktivere Radwege im Einvernehmen mit allen anderen Verkehrsteilnehmern seien hierbei ein ebenso wichtiger Baustein, wie das vom Verkehrsausschuss bereits angestoßene Fahrradverleihsystem, deren Einführung nunmehr zeitnah umgesetzt werden solle.

 

„Aber auch beim MIV müssen neue Wege beschritten werden. Ein offensiverer Ausbau von CarSharing-Systemen ist insbesondere in Neubaugebieten von Anfang an mit zu berücksichtigen,“ sagte Kessler

 

Voraussetzung dafür, dass die Umstellung in Wiesbaden ein voller Erfolg werde sei, dass die einzelnen Maßnahmen in einem offenen Bürgerdialog weiter entwickelt werden. Hierbei seien Alternativkonzepte aufzuzeigen, wie dem jetzigen und künftig steigende Bedarf an ÖPNV-Nutzern, nach Nichtrealisierung des ersten Stadtbahnabschnitts, begegnet werden könne.

 

„Der Workshop war ein guter Anfang für einen konstruktiven Dialog hin zu einer insgesamt besseren Verkehrsinfrastruktur für Wiesbaden. Ich bin zuversichtlich, dass wir diese effektive Arbeitsweise auch in kommenden Sitzungen fortsetzen werden,“ schloss Kessler.

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