Kessler (CDU): „Umweltausschussvorsitzender Maritzen poltert trotz Unkenntnis“

„Was tut der grüne Stadtverordnete Maritzen eigentlich während der städtischen Ausschüsse und Stadtverordnetenversammlungen?“, fragt sich Hans-Martin Kessler, planungspolitischer Sprecher der CDU Rathausfraktion nach den jüngsten Pressemitteilungen des Umweltausschussvorsitzenden zu den Plänen der US-Army in Erbenheim: „Poltern aber nichts lesen!“

 

Die Diskussion um eine zweite Zufahrt zur Erbenheimer US-Airbase reiche bis in das Jahr 2008 zurück. Ursprünglich war eine Zufahrt auf der Ostseite vorgesehen. Diese Möglichkeit wurde jedoch verworfen. Die jetzt diskutierte Liegenschaftsanforderung sei datiert auf den 1. Juli 2011. Sie wurde in Dezernat IV bearbeitet und alle betroffenen Ämter zur Stellungnahme aufgefordert. Sämtliche Stellungnahmen wurden in der  Sitzungsvorlage 11-V-61-0036 „Liegenschaftsanforderung der US-Streitkräfte ID Nr. 3983 – Wiesbaden-Erbenheim“ nach Beratung im Ortsbeirat, in den Umwelt- und Planungsausschüssen und in der Stadtverordnetenversammlung am 17.11.2011 beschlossen – „auch von den Grünen“, betonte Hans-Martin Kessler.

Es sei höchst bemerkenswert und wenig konstruktiv, dass Herr Maritzen erst acht Monate nach dem Beschluss der Sitzungsvorlage über deren Inhalt stolperte. Zudem seien die Proteste auch inhaltlich absolut kontraproduktiv für die Entwicklung der Stadtteile Erbenheim und Kastel. „Die zweite Zufahrt ist politisch gewollt und sehr begrüßenswert, da sie eine Entzerrung des Verkehrs rund um Erbenheim bewirken könne,“ sagte Kessler.

 

„Herr Maritzen gefährdet das städtebauliche Ziel der Landeshauptstadt Wiesbaden und des Ortsbeirates Kastel, dass mitten im Ortskern von Mainz-Kastel befindliche AFEX- Gelände wieder einer zivilen Nutzung zuzuführen und eine zusammenhängende und ansprechende  Wohnbebauung in Kastel zu ermöglichen. Dieses Projekt ist jedoch unmittelbar an die Maßnahmen zum Airfield Erbenheim gebunden,“ betonte Kessler.

Hierdurch eröffne sich die Chance, durch einen  Umzug der US-Streitkräfte vom AFEX-Gelände auf ein Areal am Erbenheimer Airfield, eine zusammenhängende Bebauung in Kastel zu ermöglichen. „Was Herr Maritzen hier betreibt ist bewusste Stimmungsmache gegen die in Wiesbaden lebenden Amerikaner und eine Gefährdung der breit getragenen Kasteler und Wiesbadener Stadtentwicklungspolitik“, sagte Kessler abschließend.

 

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