Revitalisierung des Kurecks steht kurz vor der Realisierung

 

Eines der wichtigsten städtebaulichen Projekte der Stadt steht kurz vor der Realisierungsphase. Die Große Koalition begrüßt das nun vorliegende Nutzungskonzept des Investors und unterstreicht damit erneut ihre Handlungsfähigkeit. Die IFM Immobilien AG habe die Grundlagen für die Entwicklung eines hervorragenden innerstädtischen Quartiers geschaffen, die alte Bausünden vergessen lasse. Die von der Großen Koalition angestrebte Aufwertung des Areals werde „eindrucksvoll umgesetzt“. Mit dem Magistrat sei eine fixe Roadmap besprochen worden, die ein zügiges Genehmigungsverfahren ermögliche.

 

Die Große Koalition freue sich darauf, dass mit der Revitalisierung des Kurecks eine bedeutende innerstädtische Tangente wiederbelebt werde. „Wir geben der Wilhelmstraße ihr Herzstück zurück“, freuen sich die beiden Fraktionsvorsitzenden der Großen Koalition Bernhard Lorenz (CDU) und Sven Gerich (SPD), nachdem man in vielen Abstimmungsgesprächen gemeinsam mit den Bau- und Planungsexperten der Fraktionen und dem Fachdezernat definiert habe, was an der sensiblen Schnittstelle zwischen dem historischen Fünfeck und dem Komponistenviertel verträglich und wünschenswert sei. Beide Fraktionschefs sehen in den jetzt abgestimmten Planungen den politischen Startschuss für die Schaffung eines lebendigen innerstädtischen Quartiers mit modernen Büros, attraktiven Wohnungen sowie Hotel- und Gewerbebetrieben.

 

Bernhard Lorenz: „Die zuletzt von IFM vorgestellte Planung entspricht exakt unseren im städtebaulichen Rahmenplan definierten Vorstellungen von guter Erreichbarkeit, offener Durchlässigkeit, großer Nutzungsvielfalt und hoher Aufenthaltsqualität. Eine gestalterische und energetische Aufwertung des alten R+V-Hochhauses verschafft uns Freiräume im unmittelbaren Umfeld, die zu neuen Blickbeziehungen und zu mehr Grünflächen in dem gesamten Areal führen werden.“ Sven Gerich sieht einen besonderen Gewinn in der Schaffung von neuem Wohnraum in der Innenstadt: „Auf einer bisher rein gewerblichen genutzten Innenstadtfläche entstehen am Adolfsberg bis zu einhundert Wohneinheiten in bester Lage, die für die Wohnraumversorgung in Wiesbaden wichtig sind und das gesamte Quartier auch außerhalb von Geschäftszeiten zusätzlich beleben werden.“ Dazu trage auch die Neugestaltung des Hochhaus-Vorplatzes bei, der nach Verzicht auf einen Pavillon-Neubau weiterhin unbebaut bleiben werde.

 

Auch die planungspolitischen Sprecher von CDU und SPD, Hans-Martin Kessler und Vera Gretz-Roth sehen einen besonders hohen städtebaulichen Nutzen der IFM-Planung vor allem in den neuen verbesserten Blick- und Wegebeziehungen sowie in der Vergrößerung des Grünbestandes. Die IFM Immobilien AG habe verstanden und akzeptiert, dass die Qualität des Quartiers einen hohen Stellenwert besitze und die Quantität darauf angepasst werden müsse. Der Abriss der Verbindungsbrücken, die Freihaltung der Sichtachsen auf die beiden Kulturdenkmäler, die aufwendig saniert werden, der Wegfall der grauenhaften Parkhausspindel und die Verlegung von Stellplätzen in neue, bedarfsgerechte Tiefgaragen seien ein echter Gewinn für die gesamte Stadt, so die beiden Sprecher. Vera Gretz-Roth begrüßt vor allem die auch weiterhin gewährleistete öffentliche Durchwegung des Privatgrundstücks vom Kureck zum Komponistenviertel wie auch direkt zum Adolfsberg und zur Geisbergstraße. „Eine wesentliche Bedingung, die wichtig ist vor allem für die Anwohner, Besucher oder Beschäftigte, die am neuen Kureck vorbeikommen werden“, so die SPD-Politikerin. Hans-Martin Kessler (CDU) ergänzt: „Eine moderate Aufstockung des ehemaligen an das Hochhaus angebauten Casino-Gebäudes in der Taunusstraße sorgt für eine schon immer geforderte Reparatur der stadträumlichen Verbindung Taunusstraße/Wilhelmstraße.“ Damit orientiere sich der Beginn der Taunusstraße an der denkmalgeschützten Umgebung des historischen Palais Taunusstraße 3 (früheres Bankgebäude) und der gegenüberliegenden Staatskanzlei.

 

Von der Politik begrüßt werde auch der kurzfristig öffentlich stattfindende Experten-Workshop für die Fassade des Hochhauses. Noch vor der Sommerpause rechnen die Koalitions-Spitzen mit der Aufstellung und Offenlage des notwendigen Bebauungsplanes und mit den ersten Genehmigungen zum Umbau des Hochhauses. Diese Modernisierung werde einer der ersten großen „Bau“-Steine des Gesamtprojektes sein, an dem alle Wiesbadenerinnen und Wiesbadener live erleben könnten, wie die Aufwertung des Quartiers voranschreiten wird.

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