Kessler (CDU): „Beschlüsse werden einfach liegen gelassen“

 

Sichtlich verärgert reagiert der planungspolitische Sprecher der CDU-Rathausfraktion, Hans-Martin Kessler auf den jahrelangen Stillstand auf dem Neroberg und auf die mittlerweile regelmäßige Missachtung städtischer Beschlüsse der Stadtverordneten und des Ortsbeirates Nordost zu diesem Thema: „Man muss sich die Frage stellen, wer auf dem Wiesbadener Hausberg die Entwicklung von zeitgemäßen Nutzungs- und Gastronomiekonzepten blockiert und warum?“

Im Mai 2012 hat der zuständige Planungsausschuss auf Initiative der CDU einen Beschluss gefasst, mit dem der Magistrat zur Erstellung eines Nutzungskonzeptes inklusive eines integrierten Gastronomiekonzeptes beauftragt wurde. Man würde regelmäßig mit Hinweisen auf ämterübergreifende Arbeitsgruppen sowie Klärungsgespräche zu Grundstücksfragen hingehalten, aber vorgelegt worden sei bis heute noch nichts, so Kessler.

Der Vorsitzende des Ausschusses für Planung, Bau und Verkehr, Hans-Martin Kessler erwartet, dass der Oberbürgermeister, der als Aufsichtsratsvorsitzender des WIM Liegenschaftsfonds die Verantwortung für die das Projekt koordinierende Gesellschaft trägt, nach der Sommerpause dem Planungsausschuss berichten wird, was bisher geschehen sei und warum noch nichts davon sichtbar sei.

Das vom Grünflächendezernenten angekündigte Freischneiden der historischen Sichtachsen sowie der „Griechischen Kapelle“ (die FAZ berichtete darüber) sei sehr lobenswert, würde aber der Bedeutung des Nerobergs als Wiesbadener Wahrzeichen alleine noch lange nicht gerecht. Es ginge darum, dass man Wiesbadener Gäste gerne und mit voller Überzeugung z. B. mit der einmaligen Nerobergbahn auf den Hausberg bringen könne, um etwas Besonderes bieten zu können. Davon sei man oben angekommen derzeit aber noch ein großes Stück entfernt, so Kessler. Besonderes Lob zollte der CDU-Politiker in diesem Zusammenhang den Betreibern des Kletterwaldes, die unermüdlich dafür Sorge tragen würden, ein wertvolles Freizeitangebot für Jung und Alt anzubieten. „Wir arbeiten intensiv daran, dass die lange währenden Erweiterungspläne des Kletterwaldes bald Wirklichkeit werden und dann auch endlich die nötige Infrastruktur verbessert wird“, so Kessler abschließend.

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