Kritik der BLW schwer nachvollziehbar

 

Nicht nachvollziehbar ist für die CDU-Rathausfraktion die presseöffentliche Kritik der Bürgerliste am Einsatz der Stadt für bezahlbaren Wohnraum.

 

„Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften und die zuständigen Fachausschüsse stehen seit Jahren in engem Kontakt mit allen Trägern im Bereich Wohnungsbau. Dadurch wurde schon jede Menge bezahlbare und seniorengerechte Wohnungen geschaffen“, so der sozialpolitische Sprecher Ulrich Weinerth. Erst vor kurzem wurde die Landeshauptstadt Wiesbaden vom Land mit einem Pilotprojekt in die Lage versetzt, weitere Belegungsrechte zu erwerben und dadurch günstigen Wohnraum bereitzustellen.

 

Zudem greife die Kritik am Bau neuer Eigentumswohnungen ins Leere. „Mit jeder bezogenen Eigentumswohnung werden in Wiesbaden Mietwohnungen frei, was für Wohnungssuchende von Vorteil ist“, stellt Weinerth klar. Außerdem habe die Stadt Wiesbaden mit dem Erwerb von nahezu 3000 ehemals öffentlich geförderten Wohnungen in AKK dafür gesorgt, dass sich das Mietniveau dort nicht kometenhaften ansteigen könne.

 

Es sei ja schön, dass die Bürgerliste nun auch das Thema Wohnungsbau entdecke, doch sei die Thematik längst Bestandteil der alltäglichen Kommunalpolitik und in den städtischen Gesellschaften gut aufgehoben.

 

Unterstützung erhält Weinerth auch vom Vorsitzenden des Ausschusses für Planung, Bau und Verkehr Hans-Martin Kessler, in dessen Augen die BLW zu den Wohnbauverhinderern gehöre: „Unsere intensiven Bemühungen, mehr Baugebiete für neue – auch preisgebundene und seniorenfreundliche Wohnungen auszuweisen, werden von der Bürgerliste in den allermeisten Fällen abgelehnt.“

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