„Der Ball des Sports entzweit die Sozialdemokraten. Und das mitten in der heißen Wahlkampfphase.“ Mit diesen Worten reagiert der Pressesprecher der CDU Wiesbaden, Jörg Martini, auf die Aussage des Wiesbadener SPD-Chefs, der Ball des Sports gehöre auf den Prüfstand. „Gerade hat der SPD-Oberbürgermeister mit der Deutschen Sporthilfe eine Absichtserklärung unterschrieben, den Ball des Sports bis 2027 in Wiesbaden zu halten. Jetzt pfeift der SPD-Chef seinen Oberbürgermeister zurück. Im Fußball nennt man das eine Blutgrätsche“, so die CDU.

„Wie verlässlich steht die SPD zu ihren Beschlüssen in den städtischen Gremien?“, fragt sich Jörg Martini. Die Stadtverordnetenversammlung habe beschlossen, ein weiterer Verbleib des Balls des Sports in Wiesbaden solle für die Jahre 2018 bis 2027 vertraglich gesichert werden. Plötzlich werde dieser Parlamentsbeschluss einseitig von Teilen der Sozialdemokratie aufgekündigt. Die CDU müsse sich angesichts dieses Zick-Zack-Kurses ihres Koalitionspartners fragen, wie viel die Zusage eines Sozialdemokraten in Wiesbaden noch wert sei und wie lange Grundsatzbeschlüsse bei den Genossen ihre Gültigkeit behielten. Auf Verlässlichkeit und Vertrauen aufbauende Regierungsarbeit sehe anders aus.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag