Nach einer Ortsbegehung unter Federführung des Wiesbadener Sportamts im Wald in der Nähe des Chaussehaus steht für Rainer Pfeifer, sportpolitischer Sprecher der CDU-Rathausfraktion, fest: "Der Bereich der ehemaligen Rodelbahn erscheint sehr gut geeignet, um hier eine Mountainbikestrecke zu verwirklichen". Es handelt sich nicht, wie zunächst von Gegnern des Vorhabens immer wieder gestreut, um eine breit gerodete Schneise, sondern um einen Streckenverlauf, der sich verträglich durch den Wald schlängelt. "Schade, dass Linke Liste und Grüne der Einladung nicht gefolgt sind. Gegen etwas zu sein, was man sich nicht mal angeschaut hat, ist leicht, aber nicht ernst zu nehmen", bemerkt Pfeifer.

Nicht nur die Sportpolitiker der Union sind von dem Vorhaben begeistert, auch von den Umweltpolitikern kommt Zustimmung: "Der Wald erfüllt viele Funktionen. Die Ruhe- und Erholungsfunktion wird nicht beeinträchtigt, wenn eine kanalisierte legale Möglichkeit für Mountainbiker geschaffen wird", stellt die Landtagsabgeordnete und Stadtverordnete Astrid Wallmann fest. Die häufig als Gegenargument angeführte Gefahr, dass sich Radfahrer und andere Waldnutzer in die Quere kommen, sieht die CDU-Politikerin nicht, ganz im Gegenteil: "Es geht ja gerade darum, illegales Fahren zu unterbinden und ein Aufeinandertreffen mit Fußgängern zu vermeiden", erläutert Wallmann.

Beide Unionspolitiker sind sich dessen bewusst, dass noch ein weiter Weg bis zur möglichen Realisierung des Vorhabens zurückzulegen ist. Zu klären sind u. a. Fragen der Verkehrssicherungspflicht, zudem liegt die besichtigte Fläche zum Großteil im Eigentum von Hessen Forst. Deshalb begrüßt die CDU die Einrichtung des Runden Tisches, um die offenen Fragen zu besprechen und mögliche Missverständnisse auszuräumen: "Man muss über alles reden und am Ende schauen, ob es möglich ist oder nicht. Was ich nicht akzeptiere, ist destruktives Blockieren. Ich erwarte von allen Beteiligten offene Gespräche", macht Rainer Pfeifer klar.

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