"Magistrat und Stadtparlament mit unsubstantiierten, weil nicht finanzierten Vorlagen zu überschütten ist kein konstruktiver Beitrag, der den freien Bühnen hilft," reagiert Claudia Spruch, kulturpolitische Sprecherin der CDU-Rathausfraktion, auf Kulturdezernentin Thies: "Kurz vor Toresschluss am Fließband Sitzungsvorlagen zu fabrizieren, taugt nicht als Tätigkeitsnachweis, wenn man die Dinge jahrelang hat treiben lassen."

Die CDU-Politikerin verweist darauf, dass das Mandat der aktuellen Mitglieder der städtischen Gremien in wenigen Wochen ende. Von diesen nun das Plazet für nicht gedeckte Mehrausgaben zu verlangen, zeuge von schlechtem, undemokratischen Stil. "Wir werden nicht nach dem Motto verfahren: Sollen unsere Nachfolger doch zusehen, wie sie mit unseren Hinterlassenschaften fertig werden," so Claudia Spruch und erinnert an die vielfältige Unterstützung, die die freien Bühnen in den vergangenen Jahren durch die Stadt erfahren hätten.

Dies gelte insbesondere für das Pariser Hoftheater, für dessen gelungenen Umbau die Stadt allein 1,3 Mio. € aufgewendet habe. Bei der Sanierung der Wartburg seien mittlerweile ca. 4 ½ Mio. € aufgelaufen, ursprünglich veranschlagt gewesen seien 2,7 Millionen. "Hier ist jede Menge Geld zum Fenster hinausgeworfen worden, wofür die Kulturdezernentin die Verantwortung trägt," macht die CDU-Kulturpolitikerin abschließend deutlich: "Die für die Kostenexplosion in der Wartburg vertanen Mittel hätten auf viele Jahre ausgereicht, die freien Bühnen aller Geldsorgen zu entheben."

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