CDU: Wiesbaden sollte sich an Modellprojekten zum geförderten Arbeitsmarkt beteiligen

„Politik ist das Bohren dicker Bretter – dies bewahrheitet sich auch beim Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit“, so Dr. Hans-Achim Michna, beschäftigungspolitischer Sprecher der CDU-Rathausfraktion. Nach einem Antrag in der Stadtverordnetenversammlung im Frühjahr und unzähligen Pressemitteilungen der Fraktion in den vergangenen Monaten sei nun auch die Bundespolitik endlich aufgewacht. Wie in verschiedenen Zeitungen zu lesen war, fordern Politiker von Union und SPD einen geförderten Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose. „Genau dies wird von uns seit über einem halben Jahr forciert“, so der hiesige CDA-Vorsitzende.

Wenn nun fünf Bundestagsabgeordnete unter Leitung des Frankfurter CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Zimmer Modellprojekte zur Erprobung des „Passiv-Aktiv-Transfers“ vorschlagen würden, rennen sie damit bei der Wiesbadener CDU-Fraktion offene Türen ein. Beim „Passiv-Aktiv-Transfer“ würden die Sozialleistungen von Bund, Land und Kommune gebündelt und als Lohn für eine Arbeitsstelle gezahlt. „Wir sollten Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren und die Menschen so aus ihrer – oft ungewollten – Passivität holen“, begründet Dr. Hans-Achim Michna die Vorteile des Konzepts. Eine Tätigkeit mit geregeltem Einkommen und Tagesablauf führe zu Selbstbewusstsein und einer Aktivierung der Menschen. Dies könne im besten Fall sogar in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis münden.

„Wenn es wirklich Modellprojekte von Bund oder Land zum geförderten Arbeitsmarkt geben wird, sollte Wiesbaden sich daran beteiligen. Dann könnten wir vor Ort sehen, dass ein geförderter Arbeitsmarkt ein wirksames Mittel gegen Langzeitarbeitslosigkeit ist“, so der Beschäftigungspolitiker abschließend.

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