CDU offen für alle Instrumente zur Wohnraumschaffung

 

„Wir brauchen in Wiesbaden mehr bezahlbaren Wohnraum! Dafür muss die Stadt alle vorhandenen Instrumente nutzen“, so Ulrich Weinerth, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Rathausfraktion. Den einen Königsweg, wie zum Beispiel die Mietpreisbremse, gebe es nicht. Erfolg verspräche vielmehr ein Mix aus verschiedenen Instrumenten wie dem gleichzeitigen Erwerb von Belegungsrechten und dem Bau von neuen Wohnungen durch die Stadt.

 

In diesem Zusammenhang begrüßte Ulrich Weinerth die Ankündigung von Ministerin Hinz zur Wiedereinführung der Fehlbelegungsabgabe. Aus deren Mitteln wurden zwischen 2007 und 2011 in Wiesbaden rund 200 Wohneinheiten geschaffen. „Es wurde Zeit, dass ein solch lukratives Instrument wiederkommt. Jede neu-gebaute Wohnung wird quasi sofort bezogen“, so der Sozialpolitiker. Von den rund 143.000 Wiesbadener Wohnungen stünden lediglich 4436 Wohnungen oder 3,1 Prozent leer. „Viel Spielraum im Bestand haben wir nicht. Eine gewisse Leerstandsquote ist nämlich für einen funktionierenden Wohnungsmarkt nötig“, stellt Ulrich Weinerth fest.

 

Das Angebot bestimme bekanntlich den Mietpreis. Mit 9,10 Euro Angebotsmiete je Quadratmeter in 2013 liege Wiesbaden laut statistischen Erhebungen auf Platz 6 von 78 untersuchten Großstädten. Seit 2007 seien die Mieten außerdem um 13 Prozent gestiegen. „Die Wohnungsmarktsituation in Wiesbaden wird sich also nicht von alleine regeln. Hier müssen wir schnell handeln“, ermahnt Ulrich Weinerth abschließend.

 

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