"Nicht jeder, der ein Problem erkennt, schafft es auch, seinen Beitrag zu dessen Lösung zu leisten," kritisiert Ulrich Weinerth, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Rathausfraktion Sozialdezernenten Arno Goßmann, zugleich SPD-Vorsitzender in Wiesbaden.

Goßmann erkenne völlig zutreffend, dass die Arbeitslosigkeit eine Hauptursache für Überschuldung ist und dass durch den Wegfall vieler Industriearbeitsplätze es in Wiesbaden für die gering und einfach Qualifizierten besonders schwer ist, angemessene Arbeit zu finden.

"Umso unverständlicher ist es, dass Goßmann und Genossen sich mit Händen und Füßen gegen die Schaffung neuer Arbeitsplätze für diesen Personenkreis wehren," hinterfragt der CDU-Sozialexperte mit Blick auf die Möbelmarkt-Ansiedlung am Petersweg: "Dass hier mehrere hundert Arbeitsplätze für Menschen entstehen, die auf eine einfache Tätigkeit angewiesen sind, ist der SPD offenbar gleichgültig."

Aktivitäten im Rahmen der 'Sozialen Stadt' und anderer Unterstützungsprogramme seien zwar schön und gut. Der Schaffung neuer Arbeitsplätze gebühre allerdings der Vorrang. "Wer Menschen dabei hilft, durch ihrer eigenen Hände Arbeit für sich und ihre Familien sorgen, betreibt die beste Sozialpolitik," so Ulrich Weinerth und bemerkt abschließend:

"Mit ihrer Blockadehaltung am Petersweg schadet die SPD den einfach Qualifizierten. Es ist lange her, dass sich die Wiesbadener SPD als 'Anwalt der kleinen Leute' begriffen hat."

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