Die Bezuschussung der Jugendfreizeiten, internationalen Begegnungen und ähnlicher Aktivitäten freier Träger sei in der Tat ein großes Problem, erklärte der sozialpolitische Sprecher der CDU-Rathausfraktion, Ulrich Weinerth.

Angesichts wirtschaftlich schwieriger Verhältnisse für Familien nehme fast zwangsläufig die Inanspruchnahme der Angebote von Kirchengemeinden, Jugend- und anderer Verbände deutlich zu, ohne dass sich die Zuschussmittel der Stadt im gleichen Maße mit entwickelten.

Weinerth machte deutlich, dass das Angebot der freien Träger im bisherigen Umfang unersetzbar sei und an eine zahlenmäßige Reduzierung nicht gedacht werden könne.

„Man kann es sich aber auch nicht so leicht wie der Sozialdezernent machen, der lapidar erklärt, er habe keinen finanziellen Spielraum. Wenn man den entsprechenden Etat des Sozialdezernenten mal richtig durchforstet und bereit ist, alte Zöpfe abzuschneiden, kann man sich seitens der CDU-Rathausfraktion durchaus vorstellen, finanzielle Ausgaben anders als bisher zu gewichten und damit finanzielle Freiräume zu schaffen, die dann gezielter eingesetzt werden könnten,“ glaubt Weinerth und erinnerte daran, das die CDU in der letzten Sitzung des Sozialausschusses beantragt habe, die Verteilung der Mittel für Aktivitäten im Rahmen des städtischen Ferienprogramms zu überprüfen. In Zeiten knapper Gelder müsse man überlegen, ob man städtische Fördermittel wirklich mit der Gießkanne unter die Leute bringen könnr oder aber gezielter jene fördere, die wirtschaftlich „nicht so stark“ auf der Brust sind.

„Ich bin mir sicher, dass wir einiges an ‚Firlefanz’ deswegen weiterhin mit städtischen Geldern finanzieren, nur ‚weil es halt schon immer so war’. Und man muss engere Maßstäbe an Maßnahmen und Initiativen der städtischen Jugendpflege anlegen, die häufiger mal Maßnahmen finanziert, die aus Sicht der CDU möglicher Weise wünschenswert aber nicht zwingend notwendig sind. Und bevor sich die Stadt mit irgendwelchen bunten Federn schmückt, die nur deswegen finanziert werden können, weil freie Träger den Gürtel enger schnallen müssen, sollten hier Schwerpunkte verrückt und anders bewertet werden“, fordert Weinerth.

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