Zum Übernahmeangebot der Fresenius SE & Co KGaA an die Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG stellt der Vorsitzende der CDU-Rathausfraktion Bernhard Lorenz fest:

  1. Die zwischen der Landeshauptstadt Wiesbaden, der HSK Rhein-Main GmbH und der Rhön-Klinikum AG geschlossenen Verträge werden durch das Übernahmeangebot von heute nicht berührt. Sie bestehen fort und sind von jeder Seite einzuhalten. Rückzugs- oder Gestaltungsmöglichkeiten für einzelne Vertragspartner gibt es keine. 

  2. Wir freuen uns darüber, dass der Entscheidung der Landeshauptstadt Wiesbaden für die RHÖN AG jetzt auch die Leitung eines DAX-Unternehmens folgt. Bei Annahme des Übernahmeangebots scheiden die, mit Ausnahme des Unternehmensgründers Eugen Münch, weitgehend renditeorientierten Anleger bei der Rhön-Klinikum AG aus. An ihre Stelle tritt das kompetente Unternehmen Fresenius Medical Care.

 

  1. Ein Übernahmeprozess, dessen genaue Ausgestaltung noch offen ist, wird zwischen 3 und 6 Monaten in Anspruch nehmen. Dabei darf in Wiesbaden keine Zeit verloren gehen. Das Management muss die Umstrukturierung und den Neubau der Horst-Schmidt-Kliniken zügig angehen.

 

  1. Wermutstropfen bei einer Übernahme der Rhön-Klinikum AG durch Fresenius ist die weitere Zunahme der Konzentration im Gesundheitswesen. Damit fallen für interessierte Kommunen, die heute auf das Wiesbadener Klinik-Modell schauen, potentielle Wettbewerber weg. Wiesbaden hat sich durch die strategische Partnerschaft mit der RHÖN AG die besten Bedingungen für Struktur und Finanzausstattung seines Krankenhauses gesichert.

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