Über die "zügige Umsetzung" des von CDU-Rathausfraktion mitinitiierten Projekts "BürgerKolleg" freut sich Stefan Spallek, CDU-Fachsprecher für Bürgerangelegenheiten. Zielgruppe des BürgerKollegs seien die in Vereinen oder anderen ehrenamtli-chen Organisationen Aktiven. Ziel des Kollegs sei es, den ehrenamtlich Tätigen mit gezielter Weiterqualifizierung ihre Aufga-ben zu erleichtern.

Viele Vereinsvertreter merken, das persönliches Engagement allein oft nicht ausreiche für eine wirklich erfolgreiche Vereinsar-beit, erläutert der CDU-Stadtverordnete die Überlegungen, die beim BürgerKolleg Pate gestanden hatten. "Wer sich im Ehrenamt engagiert, will etwas für seine Mitmenschen tun und zwar wirkungsvoll und nachhaltig," bringt es Stefan Spallek auf den Punkt:  "Das Seminarangebot zu Themen wie Kommunikation, Krisenbewältigung oder Projektmanagement soll dabei die Ehren-amtlichen bei ihrer Arbeit unterstützen."

Im Regelfall sei der einzelne Verein nicht in der Lage, entsprechende Schulungen anzubieten, weshalb hier die Allgemeinheit gefordert sei. Gerade für die Heranführung jüngerer Vereinsangehöriger an Führungsaufgaben werde das Bürgerkolleg 'große Dienste' leisten, ist der CDU-Politiker sicher: "Oft vergällt es den Ehrenamtlichen den Spaß an der Arbeit, wenn sie sich mit internen Konflikten oder schlecht organisierter Vereinsarbeit herumschlagen müssen. Das Bürgerkolleg hilft den Aktiven, diese Themen besser zu managen, um genügend Zeit für die eigentlichen Aufgaben zu behalten."

Schon bisher unterstütze die Stadt die ehrenamtlich Tätigen auf vielfältige Weise: von den direkten Finanzzuschüssen an Vereine und Institutionen über die kostenlosen Nutzung etwa von Sporteinrichtungen bis hin zur Ehrenamts-Karte, mit der die Stadtgesellschaft bei denjenigen bedankt, die regelmäßig für andere da sind und sich dafür einsetzen, ihr Lebensumfeld lebens- und liebenswerter zu gestalten. "Das Bürgerkolleg ergänzt diese Unterstützung und hebt sie auf eine neue Ebene," resümiert Stefan Spallek.

Organisiert werde das Bürger-Kolleg von der Wiesbaden Stiftung. Die Stadt habe, auf Betreiben der Jamaica-Koalition in den letzten Haushaltsberatungen, in 2010/11 je 25.000 € zur Verfügung gestellt. Hauptsponsor des BürgerKolleg Wiesbaden sei die R+V-Versicherung. "Das Engagement des größten Arbeitgebers in unserer Stadt für das gesellschaftliche Leben Wiesba-dens ist keine Selbstverständlichkeit und verdient große Anerkennung," lobt der CDU-Kommunalpolitiker abschließend.

Erste Pilotkurse seien noch im Herbst geplant. Das reguläre Seminarprogramm werde 2011 starten.

 

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