Kessler (CDU): Stadt unterstützt NTB mit hohen Beträgen

„Durchschnittlich 200.000 Euro investiert die ESWE Verkehrsgesellschaft jährlich in die Unterhaltung der Aartalbahnstrecke und fördert auf diese Weise den Museumsbahnverkehr auf der Aartalbahn“, macht der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Rathausfraktion Hans-Martin Kessler deutlich.

Darüber hinaus habe ESWE Verkehr den Neubau der Eisenbahnbrücke Flachstraße in Dotzheim in ihren Wirtschaftsplan aufgenommen. Zudem erhalte der Verein Nassauische Touristikbahn (NTB) durch die Stadt Wiesbaden Mietkostenzuschüsse zum ehemaligen Dotzheimer Bahnhof, der als Empfangshalle für den Museumsbahnverkehr und als Vereinsheim fungiert, sowie Hilfen zum Aufbau eines Eisenbahn-verkehrsmuseums.

Mit diesem Hinweis nimmt der CDU-Politiker Kessler Stellung zu Vorwürfen der SPD, der Oberbürgermeister umgehe Parlamentsbeschlüsse und verweigere dem Verein Nassauische Touristikbahn e.V. die Unterstützung.

Dass die SPD ganz offensichtlich ihre eigenen Beschlüsse nicht kenne, wurde bereits in der Sitzung des Ausschusses für Planung, Bau und Verkehr am letzten Dienstag deutlich: Hier seien dem SPD-Vertreter wesentliche Inhalte der gemeinsam beschlossenen Magistratsvorlage zum Konzept Aartalbahn nicht mehr erinnerlich gewesen, die im Dezember 2010 im Verkehrsausschuss beraten worden sei. In ihr sei festgehalten, dass zur Wiederaufnahme des Fahrbetriebs der NTB neben dem Neubau der Brücke Flachstraße noch weitere kostenintensive Strecken-sanierungen vorgenommen werden müssen. Fakt ist, dass das Stadtparlament in seiner Dezembersitzung den Stand der Planungen und das Konzept der Wiederaufnahme des Betriebs der Aartalbahn zur Kenntnis genommen habe. Keinesfalls aber sei eine finanzielle Unterstützung der NTB bis zur Wiederaufnahme des Museumsbahnverkehrs beschlossen worden. Das habe die SPD offensichtlich vergessen.

Im übrigen habe der Vorstand der nassauischen Touristikbahn seit längerer Zeit die Aufgabe, aussagekräftige Unterlagen zum zukünftigen Betriebskonzept und zur Planung einer mittel- und langfristigen Vereinsarbeit vorzulegen. Dies sei noch nicht geschehen, aber die Grundvoraussetzung für weitere finanzielle Unterstützungen durch die Stadt, so der CDU-Verkehrsexperte Hans-Martin Kessler abschließend.

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