„Es ist sehr erstaunlich, dass sich SPD und Bündnis90/Die Grünen offensichtlich nicht mehr an das Integrationskonzept der Landeshauptstadt Wiesbaden gebunden fühlen“, stellt der Fraktionsvorsitzende der CDU im Wiesbadener Rathaus, Bernhard Lorenz, fest.

Während sich die CDU mit ihrem Antrag „Grundwerte des Zusammenlebens in Wiesbaden“ ganz eng an das bestehende Konzept hält und die Begriffsdefinition von Integration sogar zitiert, warten die beiden Kooperationspartner mit einer neuen Definition auf.

Im Integrationskonzept 2016 - 2020 der Landeshauptstadt Wiesbaden wird der Begriff wie folgt definiert: „Unter Integration verstehen wir den dauerhaften Prozess der Eingliederung von Zuwanderern und Menschen mit Migrationshintergrund in das soziale und kulturelle Spektrum der Aufnahmegesellschaft sowie die Angleichung ihrer Lebenslagen ohne Aufgabe der jeweils eigenen kulturellen Identität.“

SPD und Bündnis90/Die Grünen wollen nun Integration wie folgt beschreiben: „Die Stadtverordnetenversammlung versteht unter Integration den dauerhaften Prozess der sozialen und kulturellen Einbeziehung von Zuwanderern und Menschen mit Migrationshintergrund in unsere Gesellschaft sowie die Angleichung ihrer Lebenslagen ohne Aufgabe der eigenen kulturellen Identität.“

„Die CDU sieht keine Notwendigkeit, das erst kürzlich beschlossene und mit breiter Ein- bindung aller gesellschaftlichen Gruppen erarbeitete Integrationskonzept nun wieder in Frage zu stellen und zentrale Begriffe neu zu definieren“, spricht sich Lorenz klar gegen den Antrag von SPD und Grünen aus. „Die entscheidenden Begrifflichkeiten fehlen in der rot-grünen Neudefinition. Mit dem Integrationskonzept wollten wir bewusst den Rückfall in Zeiten des beliebigen Multikulturalismus vermeiden. Es geht doch gerade um eine aktive Eingliederung in das soziale und kulturelle Spektrum der Aufnahmegesellschaft und eben nicht um eine bloße Einbeziehung“, ist der Fraktionsvorsitzende überzeugt.

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