Claudia Spruch: Kulturamt leistet hervorragende Arbeit

 

„Es schlägt dem Fass den Boden aus, dass der Spitzenkandidat der SPD einen Stellenabbau im Kulturamt ausgerechnet auf der Podiumsdiskussion des DGB fordert. Für die CDU ist in keiner Weise nachvollziehbar, weshalb man den städtischen Mitarbeitern derart vor das Schienbein treten muss. Gerade in den vergangenen Monaten haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kulturamts gezeigt, welche hervorragende Arbeit sie leisten. Trotz der schwierigen Haushaltssituation haben sie einmal mehr unter Beweis gestellt, dass sie als Dienstleister für die Kulturinitiativen und die städtische Kultur im Allgemeinen ein wichtiger Ansprechpartner sind. Seitens der CDU genießen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbstverständlich das Vertrauen und Ansehen“, so Claudia Spruch, kulturpolitische Sprecherin der CDU-Rathausfraktion.

Gerade in schwierigen Haushaltslagen sei es eine Pflicht, innerhalb der städtischen Verwaltung nach Optimierungsmöglichkeiten zu suchen. Ob diese dadurch zu erreichen seien, gerade bei einer der kleineren Organisationseinheiten den Rotstift anzusetzen und die Größte auszusparen, sei indes fraglich.[1] „Leider zeigt die SPD keinerlei Bereitschaft, über strukturelle Änderungen innerhalb der eigenen Zuständigkeiten nachzudenken. Seien es die Aussagen des Sozialdezernenten oder Studien wie die der Bertelsmann-Stiftung. Sie alle zeigen, dass Wiesbadens Sozialausgaben bundesweit an höchster Stelle stehen. Diese Entwicklung nimmt anderen wichtigen Bereichen der Stadt nach und nach die Luft zum Atmen.

Dass der SPD scheinbar generell nicht viel an einer breit aufgestellten Kultur läge, zeige auch ihr Umgang mit der Thematik des Hessischen Staatstheaters. „Als kulturpolitische Sprecherin der CDU möchte ich klar zum Ausdruck bringen, dass wir selbstverständlich für eine Fortsetzung der erfolgreichen Arbeit des Intendanten des Hessischen Staatstheaters, Herrn Uwe Eric Laufenberg, sind. Es wäre wünschenswert, wenn Herr Oberbürgermeister (OB) Gerich sich ein Vorbild an seinem Amtskollegen in Darmstadt nehmen und offen seine Unterstützung für die kulturelle Einrichtung des Theaters aussprechen würde. Wir sind uns bewusst und eigentlich OB Gerich sonst auch immer, wie wichtig überregionale Leuchtturmprojekte für den Standort Wiesbaden sind. An dieser Stelle möchte ich nur die Maifestspiele oder die Biennale benennen, denn die Liste ist lang“, so Spruch.

Bedauerlicherweise sei Herrn OB Gerich lediglich daran gelegen aufzuzeigen, dass er formal nicht für das Staatstheater verantwortlich sei. Die Große Koalition habe aber alle Entscheidungen im Rahmen der Haushaltsberatungen gemeinsam getroffen, wenn auch angesichts der Herausforderungen sicher nicht immer zur 100prozentigen Zufriedenheit für alle, aber immer an der Sache orientiert – eine gute Basis, um Themen mit einem Blick in die Zukunft gerichtet zu lösen. „Herr Oberbürgermeister, machen Sie sich bitte die wertschätzende Einstellung des Vorsitzenden der Theaterfreunde Wiesbaden e.V., ihrem Parteigenossen, zu eigen und nicht die des SPD-Spitzenkandidaten und Fraktionsvorsitzenden, der in der gestrigen Podiumsdiskussion dazu aufrief, das Staatstheater nicht ‚wie ein Menetekel‘ vor sich herzutragen“, bringt Spruch zum Ausdruck.

„Die CDU steht zu den getroffenen Vereinbarungen, keine Frage. Wir werden aber auch dafür kämpfen, dass die Wiesbadener Kultureinrichtungen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Jetzt geht es darum nach vorne zu schauen und darauf hinzuarbeiten, dass die Kultur in Wiesbaden einen besseren Stellenwert erfährt. Das muss sich in Zukunft auch in der prozentualen Verteilung innerhalb der Stadtverwaltung zeigen. Gelingen kann dies nur, wenn alle diesen Weg gemeinsam beschreiten“, schließt Spruch.

 

[1] Stellen Kulturamt: 123; Personalkosten Kulturamt: ca. 6,2 Mio. €.

  Stellen Amt für Soziale Arbeit: 994; Personalkosten Amt für Soziale Arbeit: ca. 79 Mio. €.

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