Röck-Knüttel (CDU): „Sorgfaltspflicht darf nicht in den Hintergrund geraten!“

 

„Die Gefahren, die derzeit von der Kastanienallee für Spaziergänger und Radfahrer ausgehen, können nicht unbeachtet gelassen werden“, bemerkte Nicole Röck-Knüttel, umweltpolitische Sprecherin der CDU Rathausfraktion. Die CDU bezieht sich dabei auf das vorliegende Gutachten, welches für die Bürger auch im Internet eingesehen werden kann.

Dabei sei die Tragkraft der Äste bei voller Blattblüte nicht mehr gewährleistet. Zum Schutz der Spaziergänger, die den Weg entlang der Lesselallee nutzen, sei nun die Absperrung errichtet worden.

„Dass in diesem Zusammenhang nunmehr die Breite des verbleibenden, begehbaren Wegestückes in den Vordergrund rückt, ist nicht nachvollziehbar“ so Röck-Knüttel. Man sei erstaunt über die Sorglosigkeit so mancher Kritiker. Die Stadt habe gegenüber ihren Bürgern eine Sorgfaltspflicht, die die Bürger vor Verletzungen an Leib und Leben bewahren solle. „Erst im vergangenen Jahr ist eine Passantin in Trier durch einen umstürzenden Kastanienbaum tragisch zu Tode gekommen. Dies hätte durch die vorsorgliche Fällung des Baumes verhindert werden können“ mahnt Röck-Knüttel. In Trier wurde die Kontrolle der Standsicherheit des Kastanienbaums versäumt, wodurch sich ein Mitarbeiter des Grünflächenamtes vor Gericht wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung verantworten musste.

Der Wunsch nach weiteren Gutachten ließe die Vermutung wachsen, so lange Gutachten einzuholen, bis ein gewünschtes, das Risiko minimierendes Ergebnis vorliege.

„Es ist richtig, präventiv zum Schutze der Spaziergänger und Radfahrer zu handeln. Eine Verletzung durch die bekannte Gefahr herabstürzender Äste wäre nicht hinnehmbar und grob fahrlässig“ so Röck-Knüttel abschließend.

 

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