Das Prinzip Eigenverantwortung

In den letzten Tagen konzentriert sich die Berichterstattung auf den Abfall, Hundedreck und wilden Sperrmüll, der die Dotzheimer Straße säumt.

„Die Schilderungen belegen, dass es in Wiesbaden kein generelles Sauberkeitsproblem gibt, sondern in bestimmten Bereichen ein Verhaltensproblem“, so CDU-Fraktionssprecherin für Umwelt und Sauberkeit, Marion Schiefer.

Dabei sind in den meisten Fällen die Hauseigentümer und Hausmeister für die Reinigung der Bürgersteige zuständig, nicht die ELW. „Eigenverantwortung ist gefragt. Die ELW darf nur räumen, wenn die Straßenreinigungssatzung dies vorsieht. Alles andere wäre nicht im Sinne des Bürgers als Gebührenzahler“, erklärt Marion Schiefer weiter.

Hinsichtlich des wilden Sperrmülls ist bekannt, dass die ELW ihre Touren zur Einsammlung wilden Sperrmülls, der über die Sperrmüllhotline gemeldet wurde, immer wieder durch die gleichen Schwerpunktbezirke unternimmt. In anderen Regionen kommen wilde Ablagerungen dagegen praktisch nie vor. Die Dotzheimer Straße ist deshalb exemplarisch für einige Ecken unserer Stadt.

Das Dezernat hat in einer Sonderaktion an einem Tag alle wilden Ablagerungen gründlich beseitigt und parallel dazu wurden an alle Bewohner der Straße Informationen in vielen Sprachen über den kostenfreien Sperrmüllservice und die Ahndung von wilden Ablagerungen verteilt. Trotzdem sah die Straße 48 Stunden später ähnlich aus wie vor der Aktion.

„Hier scheinen eine Menge Leute ihre Eigenverantwortung nicht mehr wahrzunehmen. Auch die soziale Kontrolle funktioniert wohl nicht mehr“, erkennt die CDU-Expertin für Sauberkeit weiter. „Das ist bedauerlich, denn die Serviceorientiertheit der Verwaltung zu Gunsten der Bürgerinnen und Bürger ist top und kaum mehr zu steigern.“

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