Der Bauantrag von Mann Mobilia für 71.000 qm Verkaufsfläche ohne jegliche Sortimentsbeschränkung in der Biebricher Äppelallee sei die logische Konsequenz aus der Blockadepolitik von Rot-Rot-Grün in Wiesbaden. Sich nun über eine zwangsläufige Entwicklung zu wundern, falle entweder in die Abteilung Wahlkampfhoffnungen oder zeuge vielmehr vom Fehlen jedweden Weitblicks bei den grundsätzlichen Ausbau-Blockierern.

“Das haben alle gewusst, das haben alle befürchtet, aber SPD, Linke und Grüne haben es akzeptiert, ohne auch nur einen Funken Bereitschaft zu zeigen, über Alternativstandorte nachzudenken”, kommentierte der planungspolitische Sprecher der CDU-Rathausfraktion Hans-Martin Kessler die aktuellen Planungen. “Damit opfert Rot-Rot-Grün den Stadtteil Biebrich dem nicht mehr lösbaren Verkehrskollaps in der Äppelallee und dem endgültigen Aus der Siedlergemeinschaften Rosenfeld und Selbsthilfe”.

Die sture Ablehnung der Sozialdemokraten, Linken und Grünen zum Möbelmarkt verhindere den Ausbau der Boelckestraße und die Ansiedlung von über fünfhundert neuen Arbeitsplätzen. Zusätzlich seien die bereits heute problematischen Verkehrsverhältnisse rund um die Fachmarktzentren der Äppelallee/Hagenauer Straße definitiv nicht mehr in den Griff zu bekommen, wenn dort weiter expandiert würde. Es gibt schlicht und einfach keine ausreichenden Ausbaumöglichkeiten der Infrastruktur mehr. Die Boelckestraße in Kastel dagegen könnte sofort vierspurig ausgebaut, der Möbelmarkt optimal angebunden und so die Verhältnisse in AKK deutlich aufgewertet werden.

„Im Falle von konstruktiven Entscheidungen nach der Wahl zugunsten des Peterswegs, besteht zumindest noch die Chance, Mann Mobilia von den Expansionsplänen in Biebrich abzubringen. Und sicher werden wir das innenstadtrelevante Sortiment in Kastel selbst begrenzen können“, appelliert der CDU-Politiker angesichts der kurzfristig zu treffenden Entscheidungen.

Bedenkt man dies, sei es umso verantwortungsloser, sich an den vorschnellen Festlegungen gegen den Alternativstandort Petersweg-Ost stur festzuklammern. Es sei nun höchste Zeit, wieder zur Vernunft zurückzukehren, um das Schlimmste für Biebrich zu verhindern und das Beste für Kastel zu erzielen. Daher hofft Kessler auf die vernünftigen Kräfte in der SPD, die bereit seien, nach der Kommunalwahl darüber zu diskutieren, unter welchen Bedingungen ein Möbelmarkt in Kastel realisiert werden kann und die notwendige Verkehrsinfrastruktur ausgebaut werden muss.

“Es gibt diese Sozialdemokraten, aber sie werden sich vor der Kommunalwahl wohl kaum öffentlich dazu bekennen” begründet der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Kessler seine Annahme abschließend.

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