"Beim ersten Durchgang des Übungsleiterprojekts war die Nachfrage der Vereine so groß gewesen, dass sie mit den zur Verfügung stehenden Übungsleitern nicht hat befriedigt werden können," kontert Rainer Pfeifer, sportpolitischer Sprecher der CDU-Rathausfraktion, die Kritik des Sportkreisvorsitzenden Helmut Fritz an dem Arbeitsmarktprojekt. Mit dem Übungsleiterprogramm stehe den Wiesbadener Sportvereinen ein Pool an Personen zur Verfügung, die die Vereine zeitweise als Übungsleiter oder bei Verwaltungsaufgaben unterstützen.

 
"Ein Arbeitsmarktprojekt zu entwickeln, das zugleich einen 'Mehrwert' für den Breitensport entfaltet, war eine reife Leistung", lobt Rainer Pfeifer und fährt fort: "Wenn der Sportkreisvorsitzende und der SPD-Sportsprecher David das Übungsleiterprojekt einstampfen wollen, entziehen sie  den Sportvereinen wertvolle Unterstützung."
 
Das Übungsleiterprojekt basiere auf den geltenden Arbeitsmarktgesetzen, die unter der Verantwortung von SPD-Arbeitsministern zustande gekommen sind, erinnert der CDU-Stadtverordnete: "Wenn örtliche SPD-Vertreter Probleme mit dieser Arbeitsmarktpolitik haben, ist das legitim. Dann müssen sie aber darauf hinwirken, die Arbeitsmarkt-Gesetze zu ändern." Stattdessen das erfolgreiche Übungsleiterprojekt schlecht zu reden, sei inkonsequent und schade dem Wiesbadener Sport. "Hier wird der Sack gemeint, aber der Esel geprügelt," schreibt Rainer Pfeifer den Kritikern ins Stammbuch.
 
Hauptzweck des Übungsleiterprogramms sei es nicht, auf einen konkreten Arbeitsplatz hin auszubilden. Wie bei allen vergleichbaren Arbeitsmarktprojekten gehe es vielmehr darum, die über Jahre arbeitslos Gewesenen wieder in eine regelmäßige Berufstätigkeit zu bringen und so deren Vermittlungschancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.
"Und diesen Zweck hat das Übungsleiterprogramm voll erfüllt," macht der CDU-Stadtverordnete deutlich: "Den Blick ausschließlich auf die Teilnehmer zu richten, die direkt im Anschluss wieder einen festen Arbeitsplatz finden, greift zu kurz."
 
 
Dass das Bessere der natürliche Feind des Guten sei, gelte auch für das Übungsleiterprojekt. Deshalb sei aufgrund der im ersten Durchgang gemachten Erfahrungen das Konzept modifiziert worden. Tätigkeiten "jenseits der Aschenbahn" im Bereich von Vereinsmanagement und -verwaltung erhielten breiteren Raum. Ebenso sollen durch ein individuelles Bewerbungscoaching die Aussichten für eine Anschlussbeschäftigung im ersten Arbeitsmarkt verbreitert werden. Ebenfalls sei es eine Überlegung wert, dass sich mehrere Vereine zusammen tun, um einen Übungsleiter gemeinsam fest anzustellen.
 
"Wie so oft im Sport gilt auch hier: Der erste Durchgang war gut. Der zweite wird noch besser," bemerkt Rainer Pfeifer abschließend.

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