„Seit Jahren mahnen wir das fehlende Bäderkonzept an und noch immer hat sich nichts getan. Das groß angekündigte Konzept erschöpft sich bisher in einer Bestandsaufnahme, die keine Potentiale, Risiken oder Perspektiven aufzeigt. Aber nur mit ausreichenden Informationen lassen sich realistische Ziele entwickeln. Dafür brauchen wir endlich das versprochene Bäderkonzept“, betont der sportpolitische Sprecher der CDU-Rathausfraktion Rainer Pfeifer.

Den Stadtverordneten liegen noch keinerlei Vorschläge des Oberbürgermeisters vor, welche Bäder erhalten werden können, welche saniert werden oder welche eventuell sogar geschlossen werden müssen, da sich eine Sanierung nicht mehr lohnt. „Bäder versprechen vor den Oberbürgermeisterwahlen und Bäder schließen nach den Oberbürgermeisterwahlen wird mit der CDU nicht möglich sein. Zudem fehlen jegliche Finanzierungsvorschläge, wie die bisher geäußerten Wünsche in die Tat umgesetzt werden können“, betont der Sportpolitiker.

Heute schon fließen jährlich über 7,5 Millionen Euro an städtischen Zuschüssen an mattiaqua. „Die Gesellschaft verfügt trotzdem über keine finanziellen Mittel, um die notwendigen Investitionen zu tätigen. Deshalb muss der Oberbürgermeister ein Bäderkonzept vorlegen, dass auch strukturelle Änderungen aufgreift und gleichzeitig eine solide Finanzierung vorschlägt. Immer weiter Geld in die Gesellschaft zu pumpen, löst die strukturel- len Probleme nicht“, kritisiert Stefan Spallek, finanzpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.

Sich dahinter zu verstecken, dass die Stadtverordnetenversammlung verpflichtet ist, Un- terdeckungen automatisch nach fünf Jahren auszugleichen, sofern die Gesellschaft dazu selbst nicht in der Lage ist, macht es sowohl dem Oberbürgermeister als auch mattiaqua zu leicht. „Tolle Ideen und schöne Bilder allein reichen nicht, sondern auch die Finanzen müs- sen stimmen“, mahnen Spallek und Pfeifer abschließend.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag