Mit Überraschung und Unverständnis reagierte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Rathausfraktion, Petermartin Oschmann, auf die Gründe des Restaurants GlasWerk GmbH, den Pachtvertrag für das Theaterrestaurant in der Wartburg fristlos zu kündigen. „Besonders befremdlich finde ich die von dem Pächter gemachten Angaben zum Verhalten von Kulturdezernentin Thies in dieser Angelegenheit“, so Oschmann. „Sollten die Behauptungen des Pächters zutreffen, hat Stadträtin Thies der Stadt einen nicht unerheblichen Schaden zugefügt.“

Oschmann erinnerte daran, dass die Jamaika-Koalition 4,2 Mio. Euro zur Sanierung des Kulturdenkmals Wartburg bereitgestellt habe. Zum Wirtschaftskonzept der Wartburg gehöre auch, dass die dort angesiedelte Gastronomie durch ihre am erzielten Gewinn orientierten Pachtbeiträge zum Erhalt des Gebäudes beitrage.

„Sollte die Kulturdezernentin durch zusätzliche Forderungen an den Pächter, die nicht im Pachtvertrag vorgesehen waren, dem Wartburgrestaurant die wirtschaftliche Grundlage entzogen haben, wäre dies ein Skandal“, betonte der CDU-Politiker. „Dabei geht es mir gar nicht in erster Linie um den nun eintretenden Wegfall der Pachteinnahmen“, so Oschmann, „viel schlimmer finde ich es, dass in dem Restaurant schon vor der Vertragskündigung offenbar zehn Vollzeit- und sieben Minijobstellen verloren gegangen waren, da der Pächter einige der ihm gemachten Auflagen umsetzen musste.“

Der Unionspolitiker betonte, dass er und seine Fraktion eine umfassende Klärung der Vorgänge fordern und dass künftig sichergestellt werden müsse, dass sich so etwas nicht wiederhole. “Wir haben hier in erheblichem Maße Steuergelder in die Wartburg investiert und wir erwarten, dass das Kulturdezernat vernünftig damit umgeht und sich an geschlossene Verträge hält“, betonte Petermartin Oschmann abschließend.

 

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag