CDU-Fraktion drängt auf  zügige Einführung einer zentralen Vormerkplattform für Eltern

Die CDU-Rathausfraktion macht sich für die zügige Einführung einer Onlineplattform zum Vormerken von Kita-Plätzen stark. „Derzeit müssen Eltern eine wahre Rundreise durch Wiesbaden veranstalten und sich in jeder einzelnen in Frage kommenden Einrichtung auf die Warteliste setzen lassen“, erklärt die frauenpolitische Sprecherin Simone Koch die momentane Situation in Wiesbaden. Im Anschluss daran müssten die Eltern in regelmäßigen Abständen bekunden, ob sie nach wie vor Interesse an der Vormerkung haben, wobei die Abstände je nach Kita einen Monat, ein Quartal oder ein Jahr umfassen können. Koch ist selbst Mutter. Sie kann aus eigener Erfahrung berichten: „Man muss einen Fristenkalender führen, um bloß nichts zu verpassen und dadurch von der Liste zu fallen.“ Und schließlich würden sicherheitshalber mehrere Verträge unterzeichnet.

 

Dagegen bieten Städte wie Aachen oder Düsseldorf Eltern ein einfaches, unkompliziertes und transparentes Verfahren. „Die Düsseldorfer Eltern können sich online detailliert und übersichtlich über die Krippen und Kindergärten aller geförderten Träger informieren und ihr Kind in einer oder mehreren Einrichtungen vormerken“, berichtet Koch von einem Informationsbesuch im zuständigen Düsseldorfer Amt. Die Kitas reagierten auf die Vormerkung je nach Elternwunsch per Mail oder Brief, luden gegebenenfalls zum Kennenlerngespräch ein und sendeten zu einem festgesetzten Zeitpunkt die Zusagen an die Eltern.

 

„Die Vergabe von Plätzen bleibt dabei in den Händen der Kitas. Das ist zwingend notwendig, denn nur die Kitas selbst können für eine optimale Zusammensetzung ihrer Gruppen sorgen“, betont Koch. Ein solches System spare sowohl den Eltern als auch den Kitas viel Aufwand und Zeit. „Die Eltern in Düsseldorf sind hoch zufrieden und nehmen das System sehr gut an. Die Kitas freuen sich über die Entlastung von Verwaltungstätigkeiten. Wertvolle Zeit, die besser für die Kinder investiert ist.“

 

Schließlich profitierten die Eltern von einem zielgenauen Ausbau des Betreuungsangebots. Denn auf der Plattform wird nur noch ein Datensatz pro Kind verzeichnet. Mehrfachvormerkungen führen also nicht länger zu einer zahlenmäßigen „Vermehrung“ der Kinder. Deutlicher werde damit auch, wo in Wiesbaden welche Betreuungsumfänge gewünscht werden. Die verlässlicheren Auswertungen sind somit eine optimale Basis für fundierte Bedarfsplanung und –steuerung. „Die Online-Plattform hilft uns also, richtig zu investieren!“

 

Vor allem für die Eltern, aber auch für die Kitas und die Stadtverwaltung sei eine schnelle Einführung einer Vormerkplattform daher unerlässlich.

 

„Die Verwaltung hat bereits viel Zeit verstreichen lassen. Ich habe die Befürchtung, dass das Thema verschlafen wird.“ Daher werde die CDU-Fraktion noch im Sommer die Träger und Kita-Leitungen an einen Tisch holen, kündigt Koch an. „Sie sind der wichtigste Baustein der Plattform – und zwar alle!“ Ebenso werden wir die Eltern zum Gespräch einladen.

 

Nach der Sommerpause werde die CDU-Fraktion schließlich einen mit dem Koalitionspartner SPD abgestimmten Antrag einbringen. 

 

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