Kessler: „Bessere Angebote durch weniger Bürokratie“

Nach der kürzlich vollzogenen Zusammenführung und Verschmelzung der Wiesbadener Verkehrsgesellschaften (der Muttergesellschaft ESWE Verkehr GmbH, der Fahrergesellschaft ESWE Verkehr Fahrbetrieb GmbH sowie der ESWE Verkehr Service GmbH) anlässlich der anstehenden Direktvergabe der öffentlichen Personenverkehrsdienste im Jahr 2017 fordert die CDU-Rathausfraktion die schrittweise Zusammenführung der Wiesbadener ESWE Verkehr mit der Mainzer Verkehrsgesellschaft MVG als konsequente Folge.

„Die defizitären öffentlichen Verkehrsgesellschaften in Mainz, Wiesbaden wie auch im Umland könnten erhebliche Millionen-Einsparungen durch organisatorische und administrative Strukturanpassungen erzielen. Das führt zu weniger Bürokratie und ermöglicht, die Angebote des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ohne weitere Kostensteigerungen weiter zu optimieren“, ist sich der verkehrspolitische Sprecher der Rathaus-CDU, Hans-Martin Kessler, sicher. Mit dem vorhandenen Verkehrsverbund Mainz Wiesbaden VMW stelle die Zusammenarbeit für den ÖPNV der beiden Landeshauptstädte zwar eine gute Basis dar, aber es wäre höchste Zeit, nun auch die Organisationsstrukturen der Verkehrsgesellschaften zu verändern und Aufgabenbereiche länderübergreifend zu verteilen. „Der Öffentliche Personen-Nahverkehr macht an den städtischen Grenzen nicht halt, denn die Bedeutung nimmt auch überregional deutlich zu“, ergänzt Kessler.

Man könne eine Reihe von derzeit komplett doppelt oder dreifach vorhandenen Aufgabenbereichen in einer Verantwortung zusammenführen und damit wesentlich effektiver und kostengünstiger die gleichen Aufgaben von einem Träger in verschiedenen Regionen bewältigen. Beispielhaft nennt die CDU die Tätigkeitsfelder Verkehrsplanung, Verkehrssteuerung, Fahrplangestaltung, Leitstelle, Werkstatt, Rechnungswesen, Controlling, Personalakquise, Personalpooling bis hin zu schlankeren Geschäftsführungen. „Warum benötigen wir für den Busverkehr von zwei Landeshauptstädten und deren Umland insgesamt zwölf Geschäftsführer?“, fragt sich der CDU-Verkehrspolitiker. Man müsse in Zusammenarbeit mit den Dachgesellschaften, dem Rhein-Main-Verkehrsverbund RMV und dem Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund RNN, in der Gesamtbetrachtung neben Wiesbaden und Mainz auch die umliegenden Gebiete über die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft RTV und den Omnibusverkehr Rhein-Nahe ORN mit in die Gespräche einbeziehen.

Bei der Schaffung von Lenkungs- und Leitungsstrukturen für dieses Vorhaben möchte die CDU in Wiesbaden über die Sommerpause ihren Koalitionspartner und andere Fraktionen mit ins Boot holen, um den ÖPNV der Region mit breiter politischer Unterstützung zukunftsfähig weiterzuentwickeln, so Kessler abschließend.

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