CDU verärgert über das „ICH“ und das rigorose Vorgehen des OB

Völlig überrascht reagierte der sportpolitische Sprecher der CDU und Vorsitzende des Sportausschuss Rainer Pfeifer auf einen Brief des Oberbürgermeisters Sven Gerich vom 17. Januar 2017. „In dem Schreiben teilt der Oberbürgermeister mit, dass der Bau einer Calisthenics-Anlage im Kulturpark so gut wie umgesetzt sei. Die Antwort, die der Sportausschuss bis jetzt immer erhalten hatte, lautete, dass es Abstimmungsprobleme zwischen den Ämtern gäbe“, zeigt sich Pfeifer verwundert.

Die Mitglieder des Ausschusses für Freizeit und Sport waren nach drei Jahren letztendlich glücklich darüber, dass für die Sitzung des Ausschusses im März 2017 endlich ein Ortstermin am „Warmen Damm“, einem der zentralen Standorte, koordiniert werden konnte. Diese Terminfindung wurde unter Beteiligung des Büros des Oberbürgermeisters durchgeführt.

„Statt den Sportausschuss und den Seniorenbeirat in die Planungen einzubinden, bekommen diese Gremien die bereits geschaffenen Fakten einfach nur zur Kenntnis. So geht man nicht miteinander um“, ist Pfeifer empört und weiter: „Die Bürgerbeteiligung des Oberbürgermeisters hat einen besonderen Stellenwert: Dort wo die Diskussion ihm gefällt, darf die Bürgerbeteiligung gerne durchgeführt werden. Dort hingegen, wo er diese nicht möchte, wird einfach durch Ihn, den Oberbürgermeister, entschieden.“

So gibt der Oberbürgermeister in seinem Schreiben Folgendes „zur Kenntnis“:

  • Das Grünflächenamt hat dem Sportamt im Kurpark Kulturpark eine Fläche zur Verfügung gestellt.
  • Eine Arbeitsgruppe der Verwaltung hat sich mit den Nutzern für die Geräte entschieden.
  • Bei der Planung wurden alle Alters- und Könnenstufen einbezogen.
  • Und letztendlich sind jetzt plötzlich 80.000 Euro für die Umsetzung da.

„Vermutlich fällt auch der Seniorenbeirat mit dieser Kenntnisnahme aus allen Wolken, da gerade das Gelände am Schlachthof vom Beirat entschieden abgelehnt wurde. Ziel und Beschlusslage des Sportausschusses ist es, die generationsübergreifende Sportanlage im Innenstadtbereich zu ermöglichen“, so Pfeifer abschließend.

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