"In den letzten Wochen konnte man den Eindruck gewinnen, dass die Verbrennung von Obstbaumschnitt in Wiesbaden zur allgemeinen Zufriedenheit geklärt ist. Der Runde Tisch hat aber deutlich gemacht, dass es noch viel Klärungsbedarf gibt." Mit diesen Worten fasst Karsten Koch, der umweltpolitische Sprecher der CDU Rathausfraktion, die Ergebnisse einer Diskussion zusammen, zu der etwa 50 Betroffene ins Rathaus gekommen waren.

 

Einhellig wurde die geplante Neuregelung kritisiert, die eine Genehmigungs- und Gebührenpflicht vorsieht. Vorbehalte gibt es u. a. hinsichtlich der Rechtsgrundlage, der Abholung von Grünschnitt in schwer zugänglichem Gelände und der Umweltauswirkungen der nötigen Zusatzverkehre. Die vorgetragenen Sorgen sind dabei flächendeckend: "Von Auringen bis Breckenheim, von Kloppenheim bis Frauenstein, von Naurod bis Kostheim hagelte es Kritik an den Plänen des Umweltdezernats. Vertreten waren Neben- und Haupterwerbslandwirte, aber auch Kleingärtner", macht der CDU-Landwirtschaftsbeauftragte Hans-Jörg Frommann deutlich, und weiter: "Man merkt, dass wieder mal über Leute bestimmt wurde, anstatt mit ihnen zu reden."

 

Die CDU kündigte an, weitere Gespräche mit dem zuständigen Dezernat zu führen, um zu einer sinnvollen und praktikablen Lösung zu kommen. "Wir brauchen die Menschen, die unsere Streuobstwiesen und Kleingärten pflegen und Landwirtschaft betreiben. Wir dürfen ihnen keine Knüppel zwischen die Beine werfen.", stellt Hans-Jörg Frommann abschließend fest.

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