Zur Fällung der Lesselallee nimmt die umweltpolitische Sprecherin der CDU-Rathausfraktion, Nicole Röck-Knüttel, wie folgt Stellung:

 „Nachdem die Fällungen in der Lesselallee begonnen haben, bleiben auch die erwarteten massiven Proteste nicht aus. Der Ton ist unverhältnismäßig und aggressiv. Er geht an der Sache vorbei und zielt bewusst unter die Gürtellinie. Der bestehende Bürgerprotest wird von bestimmten politischen Kräften für sich instrumentalisiert.

Das erinnert stark an die Diskussion um die Gestaltung am Rathenauplatz in Kastel. Es sind zum Teil sogar dieselben Personen, die sich vernünftigen, demokratisch legitimierten und rechtlich einwandfreien Lösungen in den Weg stellen. Natürlich lässt eine solche Fällaktion niemanden kalt und auch wir wären froh gewesen, wenn es bessere Lösungen gegeben hätte. Die monatelangen Diskussionen um diese Frage haben aber gezeigt: es gibt sie nicht. In den letzten Jahren haben insgesamt zehn Gutachten bestätigt, dass die Allee langsam aber in absehbaren Zeiträumen zugrunde geht. Die Bäume sind auf Dauer nicht zu retten und der Erholungsnutzen für die Bürger ist durch zwingende Sicherungsmaßnahmen beeinträchtigt. Daher hat sich eine politische Mehrheit in den demokratisch gewählten Gremien der Stadt und vor Ort in Kostheim für eine zukunftsfähige Lösung entschieden. Die Entscheidung ist wissenschaftlich wohl begründet und, nachdem das noch anhängige Verfahren vor dem Verwaltungsgerichtshof eingestellt wurde, auch rechtlich abgesichert. Eine kleine, aber laute Minderheit wischt diese Faktenlage einfach vom Tisch. Die Zukunft wird aber zeigen, dass die Entscheidung richtig war. Die Lesselallee wird eine Allee bleiben und dies mit den Flatterulmen dann auch auf viele Jahre hin. Kommende Generationen, an die wir auch denken sollten, werden es uns danken. Statt einer unter Ausschluss der Öffentlichkeit langsam vor sich hin sterbenden Allee oder einer durch zahlreiche notwendige Rückschnitte reduzierten Landschaft aus Baumruinen wird die Lesselallee wieder das sein, was sie sein soll: ein Refugium für die Bürger. Der nötige Schnitt wird jetzt unter Berücksichtigung der artenschutzrechtlichen Belange vollzogen."

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag