„Sobald das Land Hessen die erforderlichen Rahmenbedingungen geschaffen hat, soll eine ‚Waffenverbotszone‘ in der Wiesbadener Fußgängerzone eingeführt werden“, fordert der Vorsitzende der CDU-Rathausfraktion Bernhard Lorenz. „In dieser Zone sollen dann nicht nur Waffen, sondern auch andere gefährliche Gegenstände verboten sein“, ergänzt der sicherheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Wolfgang Gores.

Diese Punkte wird die CDU-Fraktion als Ergänzung zum gemeinsamen Antrag von SPD und CDU „Fußgängerzone aufwerten – Sicherheit erhöhen“ in der Stadtverordnetenversammlung einbringen. „Für uns ist Sicherheit ein zentraler Aspekt für die Aufwertung der Fußgängerzone“, sind Lorenz und Gores überzeugt und weiter: „Wir wollen ganz konkrete Arbeitsaufträge und nicht monatelange Prüfungen.“ Der Magistrat soll daher beauftragt werden, eine entsprechende Gefahrenabwehrverordnung zu erstellen und in den Geschäftsgang zu geben, sobald die landesrechtlichen Voraussetzungen gegeben sind.

Weiterhin sollen auch städtebauliche Verbesserungen wie zum Beispiel die Belebung des öffentlichen Raumes, die optimierte Gestaltung bzw. Anordnung von Stadtmobiliar und insbesondere die Verbesserung der Beleuchtung angegangen werden. Entsprechende Maßnahmen für die Fußgängerzone soll der Magistrat prüfen, um dann anschließend der Stadtverordnetenversammlung konkrete Umsetzungsvorschläge zu unterbreiten. „Eine Belebung der Fußgängerzone in den Abendstunden und eine gastronomische Bewirtschaftung des Mauritiusplatzes auch am Abend halten wir für sinnvoll“, erläutert Lorenz.

Als vorerst abschließenden Punkt fordert die CDU, dass an den vier besonders gefährlichen Einfahrtsbereichen der Fußgängerzone unverzüglich provisorisch Betonsperren aufgestellt werden. Damit soll kurzfristig sichergestellt werden, dass Fahrzeuge wenigstens nicht in die Fußgängerzone hineinrasen können. Die Betonsperren sollen bis zur Umsetzung des Sperrkonzepts gegen Amokfahrten mit teils versenkbaren und teils stationären Einfahrtsperren bestehen bleiben. „Selbstverständlich gehen wir davon aus, dass der Magistrat zum besseren Schutz von Menschenleben nun baldmöglichst das Sperrkonzept gegen Amokfahrten mit teils versenkbaren und teils stationären Einfahrtsperren umsetzen wird“, schließen Lorenz und Gores.

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