Auch in Wiesbaden gehen viel zu viele Menschen mit Beschwerden, die eigentlich Fälle für den Hausarzt sind, in die Notaufnahmen der Krankenhäuser. Die Folge: Überfüllung der Wartezimmer, Stress und lange Wartezeiten auch für die Patienten, die ernster erkrankt sind.

Aus diesem Grund wurde in der Landeshauptstadt ein Arbeitskreis mit Vertretern des Gesundheitsamtes, der Akutkliniken und des Rettungsdienstes etabliert, der sich um die Notfallversorgung kümmern soll. „Wir begrüßen ausdrücklich, dass in Wiesbaden einige Möglichkeiten getestet werden, um dieses Problems Herr zu werden“, sagt Dr. Reinhard Völker, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU- Rathausfraktion.

Seit Mai läuft ein Pilotprojekt an den Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken, am St. Josefs Hospital und der Asklepios Paulinen Klinik. Deren Notaufnahmen arbeiten mit 50 Partnerpraxen zusammen, die Akutpatienten noch am gleichen Tag aufnehmen. Dr. Völker lobt diese Initiative, befürwortet die Einrichtung von Portalpraxen – eine Forderung der CDU-Fraktion - innerhalb der Kliniken aber noch mehr. Schwere Fälle bleiben in der Notaufnahme, weniger schwere werden in die Portalpraxis überwiesen.

Zudem bündelt Bürgermeister und Klinikdezernent Dr. Oliver Franz alle Kräfte, um gemeinsam mit den Wiesbadener Kliniken neue Lösungen zu entwickeln. Ziel ist, den Klinikstandort Wiesbaden zu stärken die Versorgung der Patienten zu verbessern.

Mit Stolz blickt Dr. Völker auf die Leistungen der Kliniken und des Rettungsdienstes während der Grippewelle im vergangenen Winter und Frühjahr. „Dank erheblicher Anstrengungen haben es die Kliniken und der Rettungsdienst geschafft, die Notfallversorgung in Wiesbaden sicherzustellen.“

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