Horst Klee (CDU): "Das fängt ja gut an!"

Mit Befremden hat der Kreisvorsitzende der CDU Wiesbaden, Horst Klee, die Bemerkungen seines Vorsitzendenkollegen von der SPD, Denis Volk-Borowski, in Zusammenhang mit der bevorstehenden Oberbürgermeisterwahl zur Kenntnis genommen, wonach der amtierende Oberbürgermeisters aufgrund seines Lebensalters ein "auslaufendes Modell" sei.

Er wolle nicht oberlehrerhaft auf die Gesetzeslage verweisen, wonach hessische Oberbürgermeister bis über ihr 70. Lebens- jahr hinaus im Amt bleiben können, Dr. Müller also locker noch zweimal als OB-Kandidat antreten könne.

"Das fängt ja gut an, wenn der frisch gewählte SPD-Unterbezirksvorsitzende dem überwunden geglaubten 'Jugendwahn' das Wort redet", stellte Klee fest, der sich sicher ist, dass diese Bemerkung mit der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus sicherlich nicht abgestimmt sei.

"Ich will nur sehr deutlich machen, dass diese vielleicht flapsig gemeinte Bemerkung des SPD-Vorsitzenden die Gefühle von mehr als 40 Prozent der Wiesbadener Bevölkerung trifft. Von denen erwartet man, dass sie nicht nur beruflich bis zum 67. Lebensjahr tätig sind sondern darüber hinaus ihre Erfahrungen in unsere Gesellschaft einbringen, sich ehrenamtlich vielfältig engagieren und Beiträge auf allen Ebenen, sei es im Sport, in der Kultur, in der Umwelt und anderswo leisten sollen, um der  demografische Schieflage in unserer immer älter werdenden Gesellschaft entgegen zu treten", erklärte Klee.

Die CDU in Wiesbaden schätze die Beiträge aller Altersgruppen in Wiesbaden und würdige den Einsatz aller, die sich daran beteiligen, unsere Stadt liebens- und lebenswerter zu gestalten. Eine Altersgruppe aufs Altenteil zu schieben, die in der Regel noch voller Elan und Leistungsfähigkeit stecke, hieße, einen Großteil unserer Gesellschaft zum alten Eisen zu rechnen und für überflüssig zu halten.

"Dies wird es mit der CDU nicht geben. Wir brauchen in Wiesbaden jeden, der sich einbringen und die Stadt voranbringen will!", machte Klee deutlich.

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