Rainer Pfeifer: Wichtig sind bezahlbare und sinnvolle Lösungsvorschläge

 

Endlich bewegt sich etwas. Nachdem es seit über zwei Jahren mit dem Hinweis auf fehlende Finanzen im städtischen Haushalt zum Stillstand im Bereich unserer städtischen Bäder gekommen war, kommt es am 18. Juni 2016 zu einem ganztägigen Workshop, der die Zukunft von „mattiaqua“ aufarbeiten beziehungsweise in die Wege leiten soll.

Dabei ist dieser eingeschlagene Weg nicht nur zukunftsweisend, er wendet sich auch mit dieser Bürgerbeteiligung an alle, die auf unsere funktionalen Wasserflächen zu Sport-, Freizeit-, aber auch zu Erholungszwecken angewiesen sind und diese vielseitig nutzen.

Es wird sicherlich niemanden überraschen, dass man bei der Bestandsaufnahme der städtischen Bäder einen großen Sanierungsstau feststellen wird. Dieser wird ja bereits durch die Betriebsleitung deutlich aufgezeigt. Aber es gilt nun, die „Abwärtsspirale“ in der Qualität unserer Bäder nicht nur zu stoppen, sondern auch entscheidende Zukunftspläne zu erarbeiten und zu finden, welche von der CDU immer wieder gefordert wurden.

Hierzu gehört es nicht nur, Vergleiche zu bestehenden Bädern in der Gesamtregion zu ziehen, welche mit Wiesbaden in Konkurrenz stehen, sondern es sollten auch Alternativen gefunden werden, die bisher wenig Gehör fanden. Einer der Schwerpunkte hierbei wird die Prüfung sein müssen, ob und wie unsere vorhandenen Freibäder in „Ganzjahresbäder“ umgestaltet werden können, um die erforderlichen Wasserflächen zumindest zu halten. Dabei dürfen Überlegungen wie „ Cabriodächer“ oder auch „Traglufthallen“ nicht von vornherein ausgeschlossen werden. Der Blick richtet sich zudem auf bestehende Einrichtungen, welche Sport, Freizeit und Erholung bereits erfolgreich umsetzen. „Hier erwartet die CDU-Fraktion vom Oberbürgermeister bereits zu Beginn des Verfahrens sinnvolle Vorschläge“, so Rainer Pfeifer, sportpolitischer Sprecher der CDU-Rathausfraktion. 

Letztendlich gilt es bei den Zukunftsplanungen darauf zu achten, dass unsere Angebote für Sport- und Freizeitbäder auch im gesamten Stadtgebiet erwünscht und erforderlich sind. Da darf der Osten der Stadt nicht außen vor bleiben. Wenn man letztendlich Wege erarbeitet hat, wie die Zukunft von „mattiaqua“ aussehen könnte, gilt es auch die Frage zu beantworten, wie alles bezahlt werden könnte. „Auch hier richtet sich unser Blick in Richtung Oberbürgermeister. Er muss für die Einhaltung des Budgets oder eine Refinanzierung sorgen“, erklärt Rainer Pfeifer weiter. Sicherlich wird es nicht möglich sein, in der heutigen Zeit die Schatztruhe aufzumachen und dann so nebenbei 30 bis 50 Millionen zu präsentieren. Aber auch hier gilt es, dass „Der Weg das Ziel“ ist.

Wenn es endlich ein Bäderkonzept gibt, das aufzeigt, wo die Reise hingehen kann bzw. hingehen sollte, wird es auch einen Weg geben müssen, die finanziellen Voraussetzungen zu schaffen, um unseren Bädern eine Zukunft zu geben. Dabei bleibt es beim geforderten Schwerpunkt: Bestehende Wasserflächen sind zu erhalten und unsere Bäder müssen wettbewerbsfähig für die gesamte Region sein. Da wird es nicht ausbleiben, Zwischenziele zu setzen. Auch wird es zu den erforderlichen Finanzen Zeit erfordern, um Zwischenziele zu erreichen und um eine Zukunft aufzuzeigen. Aber wenn es überhaupt einen Ansatz gibt, die Qualitätsspirale endlich nach oben zu bewegen, wird es auch möglich sein, Wege zu finden, dieses finanziell in den kommenden Jahren zu stemmen. Schließlich wirbt Wiesbaden nicht umsonst mit seinem Bäder- und Kongressstandort.

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