„Fast 10 Millionen Euro hat der Oberbürgermeister nach dem Magistratsbeschluss für den Bäderbetreib mattiaqua erhalten. Damit wurden ihm alle finanziellen Wünsche erfüllt“, zeigen sich der Vorsitzende der CDU-Rathausfraktion Bernhard Lorenz und der sportpolitische Sprecher Rainer Pfeifer zuversichtlich, dass die großen Probleme bei mattiaqua nun endlich gelöst werden können.

Die Defizite des Bäderbetriebs aus den Jahren 2010 bis 2016 wurden mit dieser Finanzspritze ausgeglichen. Zudem wurden schon Ende 2017 Erhöhungen des städtischen Zuschusses um jährlich zwei Millionen Euro und ab 2020 um nochmals drei weitere Millionen Euro beschlossen. „Nun muss der Oberbürgermeister aber dringend die schon lange von der Stadtverordnetenversammlung geforderte Organisationsuntersuchung angehen. Es darf kein weiteres Geld versenkt werden“, fordert Rainer Pfeifer und Bernhard Lorenz ergänzt: „Bei einem jährlichen Millionendefizit müssen wir das Leck im Bäderbetreib endlich schließen. Sonst sitzen die Wiesbadenerinnen und Wiesbadener bald sprichwörtlich auf dem Trockenen.“

Die CDU-Fraktion fordert daher, insbesondere Fragen nach der Wirtschaftlichkeit zu beachten. „Ein Millionengrab mattiaqua macht niemanden Freude. Wir brauchen nicht nur eine finanziell gesunde Bäderlandschaft, sondern auch ein qualitativ verbessertes Angebot unserer Bäderlandschaft. Einfach immer nur die Funktionsfähigkeit unserer Bäder zu erhalten, ohne die Struktur zu verbessern bringt uns nicht nach vorne. Nur so sind wir gut für die Zukunft aufgestellt“, ist der Sportpolitiker Pfeifer überzeugt und weiter: „Jeder Privatmann und Vereinsvorsitzende kann nur das Geld ausgeben, das er auch erwirtschafte. Sonst folgt der Offenbarungseid. Die gleichen Maßstäbe müssen auch für einen städtischen Betrieb und seinem „Vorsitzenden“, dem Oberbürgermeister, gelten.“

Daher sind die Beantwortung von Fragen nach der Wirtschaftlichkeit, nach der Höhe des Betriebskostenzuschusses und noch viele Weitere bei der Erarbeitung eines Organisationsgutachtens entscheidend.

„Unsere Aufgabe ist es, die Bäderlandschaft als einen von Wiesbadens Markenkernen zu erhalten. Hierbei spielen die Thermalbäder neben den traditionellen Hallen- und Freibädern eine besondere Rolle. In welchem Umfang, zu welchen Kosten und wie wir dies möglichst nachhaltig tun, dafür wird uns das Organisationsgutachten Hinweise geben, die wir dann politisch in der Stadtverordnetenversammlung diskutieren müssen“, schließen Lorenz und Pfeifer.

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