Nicole Röck-Knüttel (CDU): „Verpflichtung zu Blühstreifen bedeuten eine schleichende Enteignung für die Landwirte“

Am Dienstag tagte der Umweltausschuss erstmals nach den Kommunalwahlen. Direkt beim ersten Antrag der neuen Wahlperiode zeigte sich, dass sich Argumente der Vernunft auch ohne feste Koalition durchsetzen können. Der Antrag der SPD-Rathausfraktion wurde bei Stimmgleichheit abgelehnt. Die CDU kann nicht mittragen, dass bei künftigen Neuverpachtungen von städtischen Flächen zur landwirtschaftlichen Nutzung die Landwirte verpflichtet werden, einen Flächenanteil von fünf Prozent als Blühstreifen anzulegen.  „Fünf Prozent der Ackerfläche nicht mehr wirtschaftlich nutzen zu können, bedeutet für die Landwirte einen Einkommensverlust. Das kann man drehen und wenden, wie man will“, sorgt sich Nicole Röck-Knüttel (CDU) um die finanzielle Situation der Wiesbadener Landwirte. Zusätzlich stellte die CDU-Politikerin fest, „die Wiesbadener Landwirte leisten bereits viel für den Landschaftsschutz, darunter auch viele freiwillige Maßnahmen für die Biodiversität“. Von zusätzlichen Zwangsmaßnahmen hält Nicole Röck-Knüttel deswegen nichts. Das im Antragstext der Sozialdemokraten genannte Beispiel der Stadt Frankfurt lässt die umweltpolitische Sprecherin nicht als Begründung gelten. „Das Beispiel Frankfurt zeigt, dass viel erreicht werden kann, wenn man dauerhaft im Kontakt mit den Landwirten steht“, appelliert Nicole Röck-Knüttel für mehr Dialog. „Das Einrichten einer Gesprächsrunde nur zum Zweck des Aufdrängens von Pflichten ist allerdings das Gegenteil eines konstruktiven Miteinanders“, kritisiert Nicole Röck-Knüttel das geplante Vorhaben von SPD und Grünen. „Die Verpflichtung zu Blühstreifen ist faktisch eine schleichende Enteignung durch die Hintertür“, stellt Nicole Röck-Knüttel abschließen fest. 

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