Karsten Koch: "CDU möchte Baumbestattungen auf städtischen Friedhöfen ermöglichen"

 
 
"Die CDU-Fraktion lehnt die Schaffung eines Bestattungswaldes in Frauenstein ab und möchte stattdessen Baumbestattungen auf vorhandenen städtischen Friedhofsflächen ermöglichen." - so fasst der Stadtverordnete Karsten Koch das Beratungsergebnis seiner Fraktion zusammen. "Wir respektieren, dass sich zunehmend mehr Menschen neue Bestattungsformen wünschen", so der Christdemokrat, "wir haben jedoch grundsätzliche Vorbehalte gegen separate Bestattungswälder."
Koch verweist beispielsweise auf die problematische Verkehrsanbindung, sowohl durch den ÖPNV als auch durch die notwendige Schaffung von ausreichend Parkmöglichkeiten. Auch die Infrastruktur im Bestattungswald selbst sei eine wichtige Frage. Schnell würden nach der Einrichtung Wünsche nach Befestigung der Wege, nach Sitzmöglichkeiten etc. laut - "Worin liegt dann noch der Sinn eines Bestattungswaldes, in dem es ja gerade keine Eingriffe geben soll?", fragt der CDU-Umweltpolitiker - auch im Hinblick auf die Gesetzeslage in Hessen, die Umfriedungen von Begräbnisstätten zwingend vorschreibt.
 
Auch an den von Bestattungswald-Betreibern gewünschten wirtschaftlichen Ergebnissen äußert der Unionspolitiker Zweifel. Zwar sei eine gewisse Nachfrage erkennbar, es gebe aber in Hessen bereits zahlreiche Einrichtungen, auch in der Nähe der Landeshauptstadt. Noch in diesem Jahr soll beispielsweise in Taunusstein-Wehen ein Bestattungswald ausgewiesen werden. Ob die Nachfrage mit dem bereits stark gewachsenen Angebot schritt halte, sei zumindest fragwürdig.
 
Da es auf vielen städtischen Friedhöfen ausreichend freie Flächen gebe - auch mit größeren Baumbeständen - möchte die CDU-Fraktion den Weg ebnen, um Baumbestattungen dort zu ermöglichen: "Wir halten dies für eine gute und praktikable Lösung, die wir gerne im Umweltausschuss und in der Stadtverordnetenversammlung diskutieren möchten." - mit diesen Worten lädt Karsten Koch die anderen Fraktionen zum Meinungsaustausch ein.

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