"Nachdem die Kuppeln der russischen Kapelle neu vergoldet sind und der Monopteros auf dem Neroberg renoviert wird, sind auch die Sanierungsarbeiten am Russischen Friedhof in vollem Gang," berichtet die CDU-Kulturpolitikerin Katharina Queck. Der Facharbeitskreis Kultur der CDU-Rathausfraktion habe sich vor Ort vom Fortgang der Arbeiten überzeugt.

 
Derzeit werden auf dem 150 Jahre alten Friedhof etwa 50 Grabsteine, die nicht mehr standsicher waren, neu fundamentiert und wieder aufgerichtet. Es handelt sich hierbei vor allem um alte Gräber, um die sich niemand mehr kümmert. Die Regeln der russischen Orthodoxie verbieten allerdings, einmal belegte Grabstellen einzuebnen oder neu zu belegen. Weiterhin werden schadhafte Mauerabschnitte ausgebessert und das Sandsteinportal restauriert.
 
Wie Katharina Queck mitteilt, geht die Sanierung auf eine Initiative der CDU-Rathausfraktion zurück. Diese habe aufgrund der Verwilderung großer Teile des Friedhofs bereits in den Beratungen für den Haushalt 2008/09 durchgesetzt, 100.000 € für Sanierungsmaßnahmen auf dem Russischen Friedhof bereit zu stellen. Der nunmehr laufenden Restaurierung sei eine Bestandsaufnahme des gesamten Areals vorausgegangen, um die dringendsten Arbeiten zu identifizieren.
 
 Von einem historisch bedeutsamen Grabdenkmals im hinteren Bereich des Friedhofs, das bereits vor längerem umgestürzt ist und dabei die Umfassungsmauer mitgerissen hat, zeigt sich die CDU-Kulturpolitikerin besonders beeindruckt: "Hier war das Ausmaß des Verfalls beispielhaft zu sehen. Es war höchste Zeit zu handeln." Die Steinmetze und Maurer, die seit gut vier Wochen auf der Baustelle sind, werden noch mindestens zwei weitere Wochen zu tun haben, bis sie die beauftragten Arbeiten erledigt haben werden.

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