Die Wiesbadener Rathaus-CDU mahnt die konsequente Fortsetzung der Spielplatzsanierungen und -erneuerungen an. "In den letzten Jahren ist hier einiges geschehen, aber es gibt auch noch viel zu tun", schreibt der Stadtverordnete Karsten Koch der zuständigen Dezernentin Rita Thies (Grüne) ins Stammbuch.

Koch geht es dabei nicht in erster Linie um Großprojekte im Stadtzentrum, wie in der Adolfsallee, am Warmen Damm oder am Langenbeckplatz. Handlungsbedarf bestehe vielmehr in den Wohnquartieren am Rand der Innenstadt und den Vororten, also dort, wo die Familien mit kleinen Kindern wohnen. Dort gebe es, abseits der großen Vorzeigeprojekte im Stadtzentrum, viele Spielplätze, wo mit vergleichsweise geringem Aufwand großer Nutzen erzielt werden kann.

Denn Spielplätze sind wichtige soziale Begegnungsstätten und ganz wesentlicher Bestandteil einer familienfreundlichen Stadt. "Hier gilt die Devise Kurze Beine – kurze Wege", macht Karsten Koch deutlich: "Gut ausgestattete, attraktive Kinderspielplätze brauchen wir flächendeckend in der gesamten Stadt." Die Mittel für diese Aufgaben seien im Haushalt vorhanden, sie müssten allerdings auch bestimmungsgemäß verwendet werden.

Als wohnortnahe Spielflächen mit Nachholbedarf hat der Christdemokrat unter anderem den Spielplatz am Bürgerhaus Medenbach ausgemacht, für den dringend neue Spielgeräte benötigt würden, oder auch an den Kinderspielplatz am Bierstadter Wartturm, der zwar schön gelegen, aber dürftig ausgestattet sei.

Auch neue geplante Spielplätze warteten zuweilen seit Jahren auf ihre Verwirklichung. So gebe es Beschlüsse des Ortsbeirats Nordost - zuletzt aus dem Jahr 2008 - in denen die Grün-Dezernentin aufgefordert wird, die Einrichtung eines Spielplatzes in der Abeggstraße umzusetzen. Getan habe sich bislang allerdings nichts. Zum selben Stadtbezirk gehöre der ebenfalls sehr in die Jahre gekommene Spielplatz Rothstraße.

Neben der schleppenden Umsetzung dieser Maßnahmen greift der CDU-Politiker noch ein anderes Ärgernis im Zusammenhang mit den Spielplätzen auf: "Es ist ja schön, dass es am Wallufer Platz nun jemanden gibt, der sich um die öffentliche Toilettenanlage dort kümmert", so Karsten Koch, "aber dass diese nur von 8 bis 12 Uhr geöffnet ist, wird der Nachfrage ganz sicher nicht gerecht", erwaretet sich der Stadtverordnete auch hier auf eine baldige Verbesserung der Situation.

 

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