Bei der Lösung wesentlicher Verkehrsprobleme wie Luftschadstoff- und Lärmbelastung setzt die Wiesbadener CDU auf Elektrofahrzeuge. "Elektrofahrzeuge haben keinen eigenen Schadstoffausstoß, sind - je nach Stromerzeugungsart - klimafreundlich und dazu noch leise. In 20 Jahren müssen wir uns hoffentlich nicht mehr über Luftreinhalte- und Lärmminde-rungspläne unterhalten", blickt Karsten Koch, Umwelt- und Verkehrspolitiker der Union im Wiesbadener Rathaus, optimistisch in die Zukunft.

Damit sich Elektrofahrzeuge durchsetzen könnten und Akzeptanz in der Bevölkerung finden, ist die rechtzeitige Schaffung einer entsprechenden Infrastruktur notwendig. Hier muss schon heute angesetzt werden. Deshalb hat die CDU bereits im Frühjahr eine entsprechende Initiative innerhalb der Jamaikakoalition gestartet. "Erstaunlicherweise haben sich die Grünen zunächst verweigert, weil manche Elektrofahrzeuge ja Autos sind und Strom zum Teil auch Atomstrom ist", wundert sich der Christdemokrat. Offenbar haben die Grünen aber dennoch nachgedacht und nun einen besonderen Schwerpunkt auf Elektrofahrräder gelegt. "Immerhin ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn - wie so oft - die Ideologie durchschimmert", zeigt sich Koch erfreut, dass der Anstoß, den die CDU gegeben habe, nun doch auch beim Koalitionspartner zum Nach-denken angeregt hat. Seine Partei habe nichts gegen E-Fahrräder und unterstützt auch diese Form der Elektromobilität, man will das Thema aber nicht zu sehr verengen: "Es wird nicht jeder vom Auto auf ein E-Fahrrad umsteigen, deshalb müssen wir zukunftsfähige Antriebe für unterschiedliche Fahrzeugtypen finden".

Die CDU macht sich zunächst einmal für die Schaffung einer entsprechenden Infrastruktur an Stromzapfsäulen stark. Dies kann die Kommune beeinflussen, die Weiterentwick-lung elektrischer Antriebsformen hingegen ist eher eine übergeordnete Aufgabe. Wenn sich aber Elektrofahrzeuge großflächiger durchsetzen, muss Wiesbaden vorbereitet sein. Auch ein Carsha-ringangebot mit Elektroautos ist eine interessante Idee, über die man nachdenken muss.

"Wenn man dann auch noch an vielen Stellen E-Fahrräder leihen oder damit sogar eine Stadtrundfahrt mit Erklärungen machen kann - umso besser", zeigt sich Koch offen, auch für die Ansätze des Koalitionspartners.

 

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