„Der EBS-Aufsichtsrat und das EBS-Management müssen endlich handeln!“ Diese Meinung vertritt der Vorsitzende der CDU Rathausfraktion Bernhard Lorenz. Während sich juristisch andeutet, dass die Beweise gegen den ehemaligen Präsidenten Prof. Dr. Christopher Jahns haltlos seien und offensichtlich auf Falschaussagen basierten, befinde sich die Hochschulleitung, statt zu handeln, in einer Art Schockstarre. Lorenz befürchtet, dass durch die offensichtlichen Intrigen der Hochschule und damit auch der Stadt Wiesbaden erheblicher Schaden zugefügt werde.

Lorenz begründet: „Wir haben dafür gesorgt, dass die EBS sich am Standort platzieren kann und Wiesbaden damit zur Universitätsstadt geworden ist. Das ehemalige Gerichtsviertel kann so deutlich aufgewertet und belebt werden und wird einer hochgradigen Nutzung zugeführt. Dafür wurden dem Land Hessen Zuschüsse von zehn Millionen Euro seitens der Stadt bereitgestellt.“ Lorenz befürchtet, dass die EBS in eine sich abzeichnende finanzielle Schieflage gerät und dadurch nicht mehr in der Lage sei, ihre vertraglichen Verpflichtungen zu erfüllen. „Damit scheitert im schlimmsten Fall der Uni-Neubau und damit auch die Wiederbelebung der Moritzstraße“, sagt Lorenz.

Die Schlagzeilen in und um die Hochschule seien vermeidbar, so Lorenz, wenn endlich die Fakten auch zu schlüssigem Handeln führen würden. „Statt alles aus den Medien zu erfahren, wäre es hilfreich, wenn die EBS-Leitung den Kontakt zur Politik suchen würde, um gemeinsam Lösungswege aus der Misere zu finden,“ fordert Lorenz. Dem Aufsichtsrat lägen klare Hinweise vor, dass die staatsanwaltlichen Ermittlungen und die damit verbundene Anklage auf Falschaussagen basiere, so Lorenz. Es sei nahezu unglaublich, dass die EBS-Führung dadurch in der Öffentlichkeit das Bild eines „Intrigantenstadl´s“ abgebe.

Lorenz gehe es politisch einzig um allein um die Zukunft des Hochschulstandortes Wiesbaden, auch wenn er keinen Hehl daraus macht, dass er die Art und Weise der Ermittlungen und die Vorverurteilung Jahns für „unverantwortlich“ hält. „Wenn unbescholtene Bürger nur auf Grundlage einzelner Zeugenaussagen an den Pranger gestellt werden können und dadurch auch Dritte zu Schaden kommen, müssen wir über unseren Rechtsstaat neu nachdenken.“ Er führt weiter aus: „Im Falle der EBS sei klar, dass das Land Hessen auch für den Schaden der Stadt Wiesbaden gerade stehen muss, falls die EBS aufgrund von Verfahrensfehlern Schiffbruch erleide.“

 

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