Kessler: „Unbebauten Vorplatz und freie Sichtachsen beibehalten!"

„Von einem offensichtlichen Planungs-Chaos auf Seiten des Investors“ spricht der planungspolitische Sprecher der CDU-Rathausfraktion, Hans-Martin Kessler nach Bekanntwerden der neuen IFM-Vorstellungen für das Kureck. Nach dem schwierigen langen Prozess zur Aufstellung des im Mai diesen Jahres beschlossenen Bebauungsplanes betonte Kessler: „Wir haben lange genug auf die Beseitigung dieser seit Jahren verwaisten Schmuddelecke am Kureck warten müssen. Mehr Wohnungen sind grundsätzlich gut, aber der richtige Nutzungsmix bleibt entscheidend für eine erfolgreiche Revitalisierung der früheren Flaniermeile Taunus-straße/Wilhelmstraße. Für weitere Verzögerungen aufgrund völlig überraschender Umplanungen haben wir kein Verständnis.“

 

Für die CDU gälten weiterhin eine Reihe von Grundvoraussetzungen zur Aufwertung des gesamten Areals rund um die Taunus-, Wilhelm- und Sonnenberger Straße: Dazu gehörten neben der baulichen Freihaltung und Gestaltung eines attraktiven Vorplatzes auch die Verhinderung einer geschlossenen Blockrandbebauung. „Die Öffnung von Sichtachsen zum Adolfsberg, die wir in mühevollen Diskussionen erreicht haben, muss weiterhin oberste Maxime für die künftige Bebauung bleiben“, so der CDU-Planungsexperte. Die bisher vorgeschlagene Freistellung des zentralen Gebäudes, egal ob saniert oder als möglicher Neubau sei dabei von großem Vorteil gewesen.

 

Auch bezüglich des Parkraumes gäbe es entscheidende Bedingungen seitens der Stadtverordneten. Hans-Martin Kessler, der auch Vorsitzender des Planungsausschusses ist, macht deutlich: „Eine Reduzierung der Pkw-Stellplätze innerhalb des Quartiers gegenüber dem aktuellen Planungsstand kommt für die CDU-Fraktion nicht in Frage.“

 

Die CDU fordert den Vorstand der IFM Immobilien AG auf, seine neuen Pläne umgehend der Öffentlichkeit und der Politik detailliert vorzustellen, damit die Wiesbadenerinnen und Wiesbadener wüssten woran sie sind. „Dazu werde ich Herrn de Boer gerne in den nächsten Bau- und Planungsausschuss einladen“, kündigt Kessler abschließend an.

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