Hans-Achim Michna: Langzeitarbeitslose müssen Perspektiven bekommen

 

„Wir müssen endlich  auch langzeitarbeitslosen Männern und Frauen eine berufliche Perspektive geben. Der Bezug von Sozialleistungen nach dem SGB II – umgangssprachlich ‚Hartz IV‘ – darf kein Dauerzustand sein!“ mahnt Dr. Hans-Achim Michna, beschäftigungspolitischer Sprecher der CDU-Rathausfraktion Wiesbaden angesichts der aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit an.

Nach Auskunft der Bundesagentur ist der Bezug von SBG II-Leistungen für viele Leistungsbezieher mittlerweile ein Dauerzustand geworden.  „In Wiesbaden ist die Situation ebenso schlimm wie im Bundesdurchschnitt“, so  Hans-Achim Michna, der auch hiesiger Kreisvorsitzender der Christlich-Demokratischen-Arbeitnehmerschaft (CDA) ist. In der Landeshauptstadt bezogen Ende 2014 etwa 46 Prozent der Empfänger länger als vier Jahre Leistungen nach dem SGB II. Dies entspricht zwar ziemlich genau dem Bundesdurchschnitt, ist jedoch der höchste Wert in ganz Hessen. Hier zeige sich erneut, dass die guten Arbeitsmarktdaten nicht allen Arbeitslosen helfen.

„Viele Langzeitarbeitslose werden seit Jahren von der guten wirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt. Langzeitarbeitslosigkeit ist für sich genommen ein Vermittlungshemmnis, welches die Betroffenen von der Teilhabe am beruflichen und gesellschaftlichen Leben abschneidet“, bemerkt der CDU-Stadtverordnete. Er fordert deshalb neben den bestehenden Förderprogrammen kreative Ansätze zur Aktivierung von Langzeitarbeitslosen. „Seit Jahren drängt die Wiesbadener CDU auf die Einführung eines geförderten Arbeitsmarktes. Vielleicht überzeugen die aktuellen Zahlen die Verantwortlichen im Bundesarbeitsministerium endlich von der Notwendigkeit“, so Hans-Achim Michna abschließend.

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