Wiesbaden zahlt weitere 800.000 Euro für Umschulungen aus eigener Tasche

 

„Wiesbaden lässt sich die berufliche Eingliederung von Langzeitarbeitslosen einiges kosten. Dies ist auch nötig, da die Stadt vom Bund bei diesem Thema mal wieder im Stich gelassen wird“, so Dr. Hans-Achim Michna, beschäftigungspolitischer Sprecher der CDU-Rathausfraktion. Die Stadt springt damit erneut in die Bresche und stellt für die nächsten beiden Jahre insgesamt 800.000 Euro für das Programm für ‚Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung‘ zur Verfügung. Bereits in den Jahren 2011 bis 2013 sei dies nötig gewesen, da es bei der kommunalen Beschäftigungsförderung massive finanzielle Einschnitte von Bundesseite gegeben habe.

 

 „Wir versuchen mit allen Mitteln, Menschen in Wiesbaden eine berufliche Perspektive zu bieten. Die Koalition hat daher bei den letzten Haushaltsberatungen zusätzlich 400.000 Euro für 50 Umschulungen, nachträgliche Erstausbildungen und andere Maßnahmen beschlossen“, so der Wiesbadener CDA-Vorsitzende weiter.  Die zusätzlichen Maßnahmen ergänzen die vorhandenen Projekte zur Beschäftigungsförderung, wie die Wiesbadener Jugendwerkstatt und die BauHaus-Werkstätten. Diese führen bereits seit Jahren erfolgreich Leistungsberechtigte des SGB II an die Ausbildungsreife heran. Insgesamt erhöhen sich mit den zusätzlichen Mitteln die Ausgaben für Beschäftigungsförderung für die Jahre 2014 und 2015 auf über 5,5 Millionen Euro pro Jahr. 

 

„Ich bin froh, dass sich Wiesbaden diese Maßnahmen leisten kann. Gleichzeitig hoffe ich aber, dass sich der Bund bei der Beschäftigungsförderung zukünftig nicht weiter aus der Verantwortung stiehlt“, so Dr. Hans-Achim Michna abschließend.   

 

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