Emotionale Debatte um Wohnungsbau in der Weidenbornstraße nachvollziehbar

Die Pläne der GWW Wiesbadener Wohnbaugesellschaft mbh (GWW), in der Weidenbornstraße 5 a und 5 b über 50 neue Wohnungen zu schaffen, werden von der CDU-Fraktion im Wiesbadener Rathaus begrüßt: „Dort, wo bereits Wohnraum existiert, sollte auch weiterhin die Wohnnutzung oberste Priorität haben. Im Gegensatz zum Künstlerviertel ist das in der Weidenbornstraße 5 a und 5 b bereits der Fall. Hier soll eine seit vielen Jahren vorhanndene Wohnungsbebauung durch eine neue, zeitgemäße Bebauung ersetzt werden“, betont der sozialpolitische Sprecher der CDU-Rathausfraktion Wolfgang Gores.

„Wir wissen es daher sehr zu schätzen, dass die Geschäftsführung der städtischen Wohnungsgesellschaft, nichts unversucht lässt, die einmalige Chance an dieser Stelle zu nutzen und sich mit Nachdruck dafür einsetzt, dass der dazu eindeutig gefasste Beschluss des Aufsichtsrates auch umgesetzt wird.“ Schließlich habe sich der Aufsichtsrat auch regelmäßig über den Sachstand informieren lassen. „Mithin ist der Auftrag an die Geschäftsführung unmissverständlich. Der Aufsichtsrat erwartet gerade zu, dass dieser Auftrag konsequent umgesetzt wird“, so Gores. Dass die Debatte emotional geführt werde, sei mit Blick auf die zunehmend angespannte Lage am Wohnungsmarkt nachvollziehbar. „Auch verstehen wir den Sozialdezernenten Christoph Manjura so, dass er als Vorsitzender des Aufsichtsrats in der Sache ebenfalls voll hinter der städtischen Gesellschaft steht, in Wiesbaden verstärkt geförderten Wohnraum zu schaffen und im Grunde gegen einen Verkauf des Grundstücks ist“, ergänzt das Mitglied der CDU-Rathausfraktion.

Ein Verkauf für eine gewerbliche Nutzung sei in diesem Fall jedenfalls das falsche Signal. „Hier geht es um 54 Mietwohnungen, die zügig im preiswerten Segment entstehen können. Aus sozialen Gesichtspunkten fällt für die CDU die Abwägung in diesem Fall zugunsten des Wohnungsbau aus“, so Wolfgang Gores. Schließlich werde die Beschaffung von baureifen Grundstücken, auf denen zeitnah Wohnraum realisiert werden könne, innerhalb der Stadtgrenzen immer schwieriger. Gleichzeitig nehme der Handlungsdruck auf dem Wohnungsmarkt immer mehr zu.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag